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07.08.2017, 12:39 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Entwicklung eines Masterplans für Schnelllade-Tankstellen

Stuttgart - Eine gute Ladesäulen-Infrastruktur ist ein zentraler Faktor bei der Einführung der Elektromobilität. Aber wo genau sollen Ladesäulen bedarfsgerecht und richtig platziert werden? Ein Geoinformationssystem soll helfen, die richtigen Standorte zu finden.

Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI haben für die Region Stuttgart ein Geoinformations-Tool für die Analyse von Standorten für Schnellladestationen entwickelt. Das Planungswerkzeug berücksichtigt unter anderem die Erreichbarkeit der Stationen, prognostiziert den Ladebedarf und lässt sich an unterschiedliche Rahmenbedingungen anpassen.

Bedarfsgerechtes Netz an Ladestationen für die Region Stuttgart
Der „Masterplan Schnellladeinfrastuktur Region Stuttgart“ spielt verschiedene Fragestellungen und Szenarien für die rund 3.600 Quadratkilometer große Region Stuttgart durch. Wie viele öffentlich zugängliche Schnellladestationen für welche Anzahl von Elektroautos werden überhaupt benötigt? Wie viele Ladevorgänge pro Tag sind bei welcher Anzahl von Elektrofahrzeugen zu erwarten? So werden zum Beispiel 58 Ladestationen benötigt, wenn sie jeweils innerhalb von zehn Autofahrminuten erreichbar sein sollen, und 218 für eine Erreichbarkeit innerhalb von fünf Minuten. Das Bewertungsinstrument haben die Forscher des Instituts für Verkehrswesen am KIT und des Fraunhofer ISI im Auftrag des Verbands Region Stuttgart erarbeitet.

Ladeleistung an E-Stationen entscheidend
Schnellladestationen mit einer Ladeleistung von circa 50 kW ermöglichen es, den Akku innerhalb von knapp 20 Minuten soweit aufzuladen, dass das Elektroauto eine Strecke von rund 100 Kilometer zurücklegen kann. An den bislang im öffentlichen Raum zumeist üblichen 22-kW-Ladesäulen dauert der Ladevorgang länger. „Außerhalb von Autobahnen finden sich bislang allerdings kaum Schnellladestationen“, sagt Dr. Martin Kagerbauer vom Institut für Verkehrswesen am KIT. Das von den Forschern entwickelte Planungsinstrument unterstützt die Kommunen und mögliche Investoren bei der Suche nach geeigneten Standorte in der Region Stuttgart. Der Masterplan Schnellladeinfrastruktur berücksichtigt unter anderem die Zahl der in der Region bereits vorhandenen Ladesäulen, stark besuchte Punkte wie Museen, Einkaufszentren oder Restaurants sowie die Anbindung an das Stromnetz und die zu erwartende Wirtschaftlichkeit.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2017


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