30.10.2017, 08:20 Uhr

Enercon setzt auf Taiwan

Aurich – Enercon, der deutsche Marktführer bei Windenergieanlagen an Land, hat in Taiwan eine neue Niederlassung eröffnet. Das neu gegründete Büro soll in den kommenden Jahren rasch wachsen.

Die neue Enercon-Niederlassung in Taiwans Hauptstadt Taipeh wurde am vergangenen Freitag (27.10.2017) im Beisein von rund 100 Gästen und Geschäftspartnern offiziell eröffnet.

Strategisch günstiger Taiwan-Standort soll rasch wachsen

Ab sofort arbeiten in dem Büro ein Taipeh zehn Enercon-Mitarbeiter der Abteilungen Vertrieb, Project & Logistics Management, Einkauf und Service. Die Zahl der Mitarbeiter vor Ort soll in den kommenden Jahren auf bis zu 30 wachsen. Darüber hinaus arbeiten in den Service-Stationen in der Region Asien-Pazifik bereits etwa 70 Servicemonteure.

Die Niederlassung in Taipeh soll Enercon als Stützpunkt für die gesamte Aufbauregion Asien-Pazifik dienen. Von hier aus steuert das Unternehmen künftig seine Aktivitäten in ganz Asien und prüft Engagements in weiteren asiatischen Märkten. Mit der Bündelung der Expertise in Taiwan kann Enercon für seine Kunden vor Ort eine bessere Service-Verfügbarkeit sicherstellen. Darüber hinaus entfällt die Abstimmung der Abteilungen in verschiedenen Zeitzonen und die zentrale geographische Lage von Taiwan ermöglicht eine schnelle Erreichbarkeit der verschiedenen Länder der Region.

Großes Potenzial in Taiwan – Einführung von Bürgerbeteiligungen geplant

Taiwan selbst ist für Enercon ein wichtiger Auslandsmarkt mit einem Potenzial von mindestens 5.000 Megawatt (MW) Leistung im Bereich der Onshore Windenergie. Die Stromerzeugung aus Onshore Windenergieanlagen ist in Taiwan eine der kostengünstigsten Energiequellen und lässt sich mit einer stärkeren Beteiligung der Kommunen deutlich ausbauen, teilt das Unternehmen mit. Dazu will es Windenergieprojekte mit Bürgerbeteiligung vor Ort voranzutreiben, in Taiwan ein noch weitestgehend unbekanntes Konstrukt.

Enercon seit 1998 in Asien aktiv

Enercon ist bereits seit 2001 in Taiwan aktiv und hat dort bislang mehr als 217 Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 440 MW errichtet. Der derzeitige Marktanteil des Auricher Herstellers liegt nach dessen Angaben bei knapp 70 Prozent. Wenige Jahre zuvor, im Jahr 1998, hat das Unternehmen mit seiner ersten Windenergieanlage in Japan im asiatischen Raum Fuß gefasst. Im Jahr 2001 folgte der Markteintritt in Taiwan, 2016 in Südkorea. 2018 werden außerdem die ersten Anlagen in Vietnam errichtet. Enercons Schlüsselmarkt im asiatisch-pazifischen Raum ist Japan mit 308 errichteten Anlagen mit einer installierten Gesamtleistung von mehr als 520 MW. Insgesamt stehen in ganz Asien inzwischen 533 Enercon-Windenergieanlagen mit einer Leistung von zusammen 2.683 MW.

Quelle: IWR Online

© IWR, 2017