06.11.2017, 12:17 Uhr

Klimakonferenz in Bonn gestartet: Deutschland gibt weitere Millionen

Bonn – In Bonn ist die 23. Weltklimakonferenz gestartet. Zwei Wochen wird die ehemalige Bundeshauptstadt zum internationalen Treffpunkt von Staats- und Regierungsdelegationen, Journalisten und Klimaaktivisten. Zum Auftakt überrascht die Bundesregierung mit zusätzlichen Finanzspritzen.

Vom 6. bis zum 17. November läuft nun die Klimaschutzkonferenz (COP23) der Vereinten Nationen unter der Präsidentschaft der Republik Fidschi in Bonn. Delegierte, Vertreter von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Industrie sowie von Städten und Kommunen aus allen Ländern der Welt sind in Bonn zu Gast. Es werden inzwischen etwa 25.000 Teilnehmer erwartet. Zum Auftakt stockt Deutschland erneut den Klimawandel-Anpassungsfonds sowie den sogenannten "Least Developed Countries Fund (LDCF)" auf.

Deutschland stellt weitere 100 Mio. Euro zur Verfügung

Die Bundesregierung hat zum Auftakt der Bonner Weltklimakonferenz angekündigt, Entwicklungsländer mit weiteren insgesamt 100 Millionen Euro bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Diese positiven Botschaften haben sich Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zu Beginn der Konferenz geteilt und jeweils eine zusätzliche Finanzspritze von 50 Mio. Euro angekündigt. Das Bundesumweltministerium sagte diese Summe wie bereits auch im vergangenen Jahr bei der Klimakonferenz in Marokko für den Anpassungsfonds zu. Das Entwicklungsministerium gibt zudem 50 Mio. Euro in den "Least Developed Countries Fund (LDCF)", der gezielt die ärmsten Länder der Erde bei der Klimaanpassung unterstützt.

Deutschland größter bilateraler Geber des Anpassungsfonds

Zum Auftakt der COP23 hielten unter anderem der Frank Bainimaram, Regierungschef von Fidschi und Gastgeber dieser Konferenz, Patricia Espinosa, Chefin des UN-Klimasekretariats sowie Hendricks und Müller eine Rede. Zudem gab es auch eien traditionelle Begrüßungszeremonie der Fidschi-Inseln. Hendricks betonte: "Deutschland steht den Menschen und den Ländern, die besonders vom Klimawandel betroffen sind, solidarisch bei. Ich hoffe, dass wir mit dieser Zusage einen guten ersten Impuls für eine konstruktive Verhandlungsatmosphäre setzen können.“ Deutschland sei damit mit bisher insgesamt 240 Millionen Euro der größte bilaterale Geldgeber des Anpassungsfonds. Ziel Deutschlands sei es, diesen Fonds zu einem festen Bestandteil der Finanzarchitektur unter dem Pariser Abkommen zu machen, so Hendricks.

Entwicklungsländer vom Klimawandel stark betroffen

Bundesentwicklungsminister Müller erklärte, dass viele Entwicklungsländer mit Dürren, Wirbelstürmen und Überschwemmungen die Hauptlast tragen, obwohl sie am wenigsten zum Klimawandel beigetragen würden. Müller weiter: „Die fortschreitende Erderwärmung gefährdet bisherige Entwicklungserfolge und wird für diese Menschen zur Überlebensfrage. Mit unserem Beitrag unterstützen wir gezielt die Ärmsten der Armen."

Quelle: IWR Online

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