08.12.2017, 15:14 Uhr

Phoenix Solar ist insolvent

Sulzemoos - Das PV-Systemhaus Phoenix Solar ist insolvent. Erstattungsansprüche aus den USA sollen die Insolvenz ausgelöst haben.

Die Phoenix Solar Aktiengesellschaft aus dem bayerischen Sulzemoos gibt in einer am Freitagnachmittag veröffentlichen Meldung die Zahlungsunfähigkeit bekannt. Das Photovoltaik(PV)-Systemhaus ist in der Projektierung und dem Betrieb großer Solarkraftwerke tätig.

Erstattungsansprüche über 8 Mio. US-Dollar sind für Phoenix Solar finanziell nicht tragbar

Die Phoenix Solar Muttergesellschaft ist nach der nach Ziehung von projektbezogenen Krediten im Umfang von rund 8 Mio. US-Dollar durch eine Kunden der US-Tochter Phoenix Solar Inc mit Erstattungsansprüchen der ausstellenden Banken in gleicher Höhe konfrontiert. Diese überstiegen die finanziellen Möglichkeiten der Phoenix Solar AG, so das Unternehmen in der Ac-hoc-Mitteilung, und zwinge den Vorstand Insolvenz anzumelden.

Vorstand will Insolvenz in der kommenden Woche anmelden

Die Versuche der Unternehmensführung, gemeinsam mit dem fraglichen US-Kunden und dem Bankenkonsortium in Deutschland eine Lösung zu entwickeln, waren nicht erfolgreich, so das Unternehme. Im Laufe der kommenden Woche wird der Vorstand nun die Insolvenz beim zuständigen Amtsgericht in München geschehen.

Aktie vom Handel ausgesetzt

Die Aktie von Phoenix Solar hatte nach einer längeren Abwärtsbewegung seit August nochmals massiv an Wert verloren und brach im heutigen Handel um über 70 Prozent auf 0,400 Euro ein, bevor der Handel ausgesetzt wurde.

Quelle: IWR Online

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