15.01.2018, 12:00 Uhr

innogy und Primus Energie entwickeln 400 MW Windprojekte

Essen - Der Essener Energiekonzern innogy SE und die Primus Energie GmbH arbeiten künftig beim Ausbau der Onshore-Windenergie in Thüringen zusammen. Eine Kooperationsvereinbarung wurde jetzt unterzeichnet.

innogy SE übernimmt von dem Regensburger Projektentwickler Primus Energie in Thüringen eine Onshore-Windenergieprojektpipeline mit einer Gesamtkapazität von 400 Megawatt (MW). Über den Kaufpreis und weitere Vertragsdetails wurde Stillschweigen vereinbart.

Transparente Umsetzung der Projekte unter Einbeziehung der Bürger im Fokus

Die von innogy im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung übernommene Projektpipeline von Primus Energie umfasst insgesamt 23 Windparks, die sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen befinden. Primus Energie wird die Projekte bis zur Inbetriebnahme dienstleistend für innogy weiterentwickeln. Beide Unternehmen sind gemäß den Leitlinien der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) ausgezeichnete Partner für „Faire Windenergie Thüringen“. Es ist geplant, die 400 MW-Projektpipeline den ThEGA-Leitlinien entsprechend umzusetzen. Dazu gehören unter anderem eine frühe Einbindung und Information der Bürger vor Ort, faire und transparente Verträge mit Grundstückseigentümern sowie eine enge Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern. Die ThEGA überprüft im Sinne der Transparenz regelmäßig, ob sich der Siegel-Inhaber entsprechend der Leitlinien verhält.

Beteiligungsmodelle für Kommunen, Stadtwerke und weitere Interessenten

Hans Bünting, Vorstand Erneuerbare Energien der innogy SE betont das innogy Ziel, die Windenergie auch im Heimatmarkt weiter ausbauen zu wollen und das Portfolio zu stärken. „Dafür suchen wir gezielt Kooperationen mit anderen Projektentwicklern. Mit Primus haben wir einen erfahrenen, kompetenten und regional stark aufgestellten Entwicklungspartner an unserer Seite. Zusammen können wir nun auch in Thüringen durchstarten und gemeinsam Winderfolge schaffen. Dabei bieten wir Kommunen, Stadtwerken und allen, die Windmüller werden möchten, flexible Beteiligungsmodelle an“, so Bünting.

innogy betreibt EE-Kapazitäten mit 3.700 MW

innogy zählt mit einem Umsatz von rund 44 Mrd. Euro (2016), mehr als 40.000 Mitarbeitern und Aktivitäten in 16 europäischen Ländern mit Aktivitäten in den drei Geschäftsfeldern Netz & Infrastruktur, Vertrieb und Erneuerbare Energien zu den führenden deutschen Energieunternehmen. Die wichtigsten Märkte sind Deutschland, Großbritannien, die Niederlande und Belgien sowie einige Länder in Mittelost- und Südosteuropa, insbesondere Tschechien, Ungarn und Polen. Bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist innogy mit einer Kapazität von insgesamt 3.700 MW auch außerhalb dieser Regionen aktiv, z. B. in Spanien, Italien und der MENA-Region.

Quelle: IWR Online

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