19.01.2018, 13:29 Uhr

Börse: RENIXX stagniert, Dax steigt - Nordex nach Analysten-Kommentar im Plus, Erzeugerpreise steigen erstmals seit 2012

Münster - Der RENIXX World präsentiert sich knapp behauptet. Der Dax kann zulegen. Die Nordex-Aktie setzt ihren Aufwärtstrend gestützt durch einen Barclays-Kommentar heute fort.

Der regenerative Aktienindex RENIXX World gibt im Verlauf des Vormittags um 0,14 Prozent auf einen Kurs von 476,63 Zähler nach. Der Dax knüpft an die Entwicklung an den US-Börsen an schafft es heute ins Plus, der Index legt 1,03 Prozent auf 13.404,5 Punkte zu.

Barclays-Analyst hebt Nordex-Kursziel an

In einem insgesamt meldungsarmen Umfeld steht gegen Mittag die Aktie des chinesischen Windenergie-Herstellers Goldwind (+3,62 Prozent, 1.43 Euro) im RENIXX an der Spitze vor dem US-Solarunternehmen Sunrun (+2,58 Prozent, 4,78 Euro) und dem kanadischen Regenerativ-Versorger Innergex (+2,21 Prozent, 9,25 Euro). Der Aktienkurs des deutschen Spezialisten für PV-Wechselrichter SMA Solar gewinnt 1,22 Prozent auf 38,08 Euro. Zulegen können auch die beiden Windenergie-Hersteller Nordex (+0,83 Prozent, 10,98 Euro) und Vestas (+ 0,61 Prozent, 59,10 Euro). Nordex profitiert von einem Barclays-Kommentar. Ein Analyst der britischen Investmentbank hat das Nordex-Kursziel von 6,50 Euro auf 8,50 Euro angehoben, die Einstufung „underweight“ aber beibehalten. Grund für die Kursanpassung ist der Auftragseingang am Ende des letzten Jahres, der um etwa ein Sechstel höher aus gefallen sei, als von Nordex erwartet. Als belastend stuft der Barclays-Analyst eine hohe Kostenbasis sowie den Preisdruck innerhalb der Windbranche ein.

REC Silicon schwach, Siemens Gamesa wieder im Minus

Am RENIXX-Ende stehen die Aktien des norwegischen Solarunternehmens REC Silicon (-4,44 Prozent, 0,129 Euro). Gewinnmitnahmen belasten heute den Kurs des Österreichischen Wasserkraftunternehmens Verbund (-1,72 Prozent, 22,88 Euro). Nordex-Mitbewerber Siemens Gamesa, der am gestrigen Handelstag noch zwei Großaufträge aus den USA gemeldet und ein Plus von 1,34 Prozent verbucht hatte, gibt die Gewinne vom Vortag wieder ab und verliert 1,33 Prozent auf 12,65 Euro.

Alle Kurse der Einzeltitel stammen von der Börse Stuttgart.

Erzeugerpreise steigen im Jahresvergleich erstmals seit 2012

Wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt hat, ist der Preisdruck für Unternehmen im letzten Jahr gestiegen. Demnach sind die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Jahresdurchschnitt 2017 um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, das ist der erste Anstieg im Jahresvergleich seit 2012. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise ergibt sich gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg der Erzeugerpreise um 2,4 Prozent (2016 gegenüber 2015: – 0,3 Prozent). Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate hatte 2017 nach Angaben der Statistiker mit einem Anstieg von 3,5 Prozent gegenüber 2016 die Preisentwicklung der Vorleistungsgüter. Ebenfalls deutlich gestiegen sind die Energiepreise, die gegenüber 2016 um 3,4 Prozent teurer waren. Mineralölerzeugnisse kosteten 9,0 Prozent mehr, elektrischer Strom durchschnittlich 6,2 Prozent. Die Preise für Erdgas in der Verteilung gingen dagegen um 5,7 Prozent zurück.

Quelle: IWR Online

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