09.02.2018, 08:33 Uhr

Voith erfolgreich mit Wasserkraftwerken in Zentralasien

Heidenheim - Seit mehr als 80 Jahren baut und modernisiert Voith Wasserkraftwerke in Zentralasien und in der Region um das Kaspische Meer. Zahlreiche weitere Projekte sind in Planung oder stehen kurz vor der Realisierung.

Anlässlich des in Kürze stattfindenden internationalen Kongresses „Hydropower Caspian and Central Asia“ (14. - 15.02.2018) in Georgien hat Voith sein Engagement beim Ausbau der Stromgewinnung aus umweltfreundlicher Wasserkraft in dieser Region vorgestellt.

Wasserkraft in Georgien

In Georgien ist Voith mit einer installierten Leistung von 2206 Megawatt in 13 Anlagen einer der führenden Industriepartner bei der Planung, dem Bau, der Instandhaltung und der Modernisierung von Wasserkraftanlagen. Aktuell rüstet das Voith-Tochterunternehmen Kössler die Kraftwerke Mestiachala 1 & 2 in der Bergregion um Mestia mit einer Leistung von über 50 Megawatt sowie das Kleinwasserkraftwerk Aragvi II im Nordosten des Landes mit elektromechanischen Komponenten aus. Nach der Inbetriebnahme im Sommer 2018 wird das Kraftwerk Aragvi II mit 2,1 Megawatt die Stromversorgung der aufstrebenden Ski- und Tourismusregion Gudauri unterstützen. Im Südwesten Georgiens entsteht zudem aktuell das Kraftwerk Mtkvari, für das Voith die gesamte elektromechanische Ausrüstung liefert. Darunter befinden sich auch zwei vertikale Francis-Turbinen mit je 27 Megawatt Leistung. Im Jahr 2019 soll das Kraftwerk Mtkvari in Betrieb genommen werden.

Modernisierung des russischen Wasserkraftwerks Saratov

Voith tauscht in der seit über 40 Jahren laufenden russischen Wasserkraftanlage unter anderem die 21 vertikalen Kaplan-Turbinen gegen effizientere Modelle aus. Mit einem Durchmesser von je 10,3 Metern und einem Gewicht von 314 Tonnen pro Laufrad sind sie die größten ihrer Art in Russland. Der erste Teil der Modernisierung wurde 2015 erfolgreich abschlossen. Die Inbetriebnahme der weiteren Maschinensätze erfolgt in einem Rhythmus von zwei Einheiten pro Jahr und soll bis zum Jahr 2025 beendet sein. Nach dem Umbau steigt die Leistung jeder einzelnen Turbine von 60 auf 68 Megawatt. Das etwa 160 Kilometer nordöstlich von Saratov gelegene Kraftwerk ist Teil der Wolga-Kama-Kaskade und ein wichtiger Baustein für die zuverlässige Stromversorgung der Region um Saratov.

Quelle: IWR Online

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