04.04.2018, 14:11 Uhr

Niedrige Temperaturen im März stützen Strompreis

Münster – Aufgrund der in weiten Teilen Europas anhaltend niedrigen Temperaturen zeigt sich bei den Börsenstrompreisen im März 2018 im Monatsvergleich nur wenig Bewegung.

In Deutschland sind die Börsenstrompreise im März 2018 nach dem deutlichen Anstieg im Februar leicht gefallen. Anders sieht es in Frankreich und der Schweiz aus, hier stagnieren die Strompreise im Vergleich zum Februar.

Preis für Grundlaststrom in Deutschland wieder unter 4 Cent / kWh

Der mittlere Strompreis zur kurzfristigen Lieferung für Grundlaststrom in Deutschland beläuft sich im März 2018 im Day-ahead-Handel am Spotmarkt der Strombörse Epex Spot auf 3,74 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Damit ist Grundlaststrom in Deutschland verglichen mit dem Vormonat Februar 2018 etwa 7 Prozent billiger (Februar 2018: 4,01 Cent/kWh). In Frankreich ist der Börsenstrompreis für Grundlaststrom im Day-ahead-Handel im März 2018 nur um 1 Prozent auf 4,83 Cent / kWh gefallen (Februar 2018: 4,87 Cent / kWh). Auch in der Schweiz verharrt der Preis für Grundlaststrom mit 5,33 Cent / kWh im März 2018 auf dem Februar-Niveau (Februar 2018: 5,29 Cent / kWh).

Eine ähnliche Preisentwicklung zeigt sich auch beim Day-ahead-Handel von Spitzenlaststrom. In diesem Marktsegment ist der Strompreis in Deutschland im März 2018 um 7 Prozent auf 4,10 Cent / kWh zurückgegangen (Februar 2018: 4,42 Cent / kWh). In Frankreich hat sich Spitzenlaststrom im März 2018 im Monatsvergleich um 2 Prozent auf 5,22 Cent / kWh verbilligt (Februar 2018: 5,33 Cent / kWh). In der Schweiz ist der Preis für Spitzenlaststrom um 1 Prozent leicht auf 5,75 Cent / kWh gestiegen (Februar 2018: 5,68 Cent / kWh)

Niedrige Temperaturen sorgen auch im März für hohe Stromnachfrage

Eine Ursache für das im März 2018 vergleichsweise hohe Strompreisniveau liegt an den niedrigen Temperaturen in Deutschland und Europa, die zu einer anhaltend hohen Stromnachfrage geführt haben, z.B. durch den hohen Anteil von Stromheizungen in Frankreich.

Termin- und Spotmarkt an der Strombörse

Am Spotmarkt der Strombörse werden kurzfristige Stromkontingente gehandelt (selbiger Tag = Intraday, für den nächsten Tag = Day-ahead). Am Terminmarkt werden dagegen längerfristige Stromeinkäufe getätigt. Stromhändler und Großabnehmer können dort Strom zur Lieferung in den nächsten Jahren einkaufen.

Quelle: IWR Online

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