BSW kritisiert Förderungsstopp: Wärmegesetz muss bisherige solare Förderpraxis ersetzenBerlin – Die von der Bundesregierung bereitgestellten Fördermittel im Marktanreizprogramm für Solarwärme-Anlagen sind aufgrund der hohen Nachfrage für das laufende Jahr bereits ausgeschöpft. Wer als Eigenheimbesitzer seine Heizung fit für den Winter machen will und einen Förderantrag für eine Solarwärmeanlage stellt, muss nun ohne Förderzuschüsse auskommen, so der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW).
Der Bundesverband Solarwirtschaft kritisiert den verhängten Bewilligungsstopp: Die hohe Investitionsbereitschaft der Bürger müsse auch in Zukunft angereizt und honoriert werden. Ein Förderstopp sei das gänzlich falsche Signal. Der Verband fordert eine schnelle Umstellung der Förderpraxis auf ein Wärmegesetz nach dem Vorbild des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) im Stromsektor. Dieses ermögliche ein schnelles Marktwachstum unabhängig vom limitierenden Bundeshaushalt. Bis zum Inkrafttreten eines derartigen Gesetzes müsse das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien aus Haushaltsmitteln aufgestockt werden, um eine kontinuierliche Bewilligungspraxis zu ermöglichen und die derzeitige Marktdynamik nicht zu gefährden. Das bisherige Stop and go der Förderung sowie die permanenten Änderungen der Fördersätze seien für Handwerk und Hersteller unerträglich, so Carsten Körnig, Geschäftsführer des BSW.
Vom Bewilligungsstopp nicht betroffen sind Solarstromanlagen (Photovoltaik). Die Markteinführung der Photovoltaik wird anders als bei Solarwärme nicht aus dem Bundeshaushalt, sondern über eine verursachergerechte Kostenumlage auf alle Stromverbraucher finanziert, so der BSW.
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Quelle: iwr/16.08.06/
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