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11.09.2006, 08:28 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Grundsteinlegung für das AGRANA Bioethanol-Werk in Niederösterreich

Wien - AGRANA hat den Grundstein für ein neues Bioethanol-Werk in Pischelsdorf, Niederösterreich, gelegt. Insgesamt werden nach Unternehmensangaben 125 Mio. Euro in den Standort investiert. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2007 geplant. Am AGRANA-Standort Pischelsdorf sollen bis zu 240.000 m³ Bioethanol pro Jahr erzeugt werden, das schwerpunktmäßig als Benzin-Beimischung in Österreich eingesetzt werden soll. 60 neue Arbeitsplätze werden geschaffen. An der AGRANA Bioethanol GmbH sind zu 75 Prozent AGRANA und zu 25 Prozent Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH beteiligt.

Durch die EU-Biotreibstoffrichtlinie wird die Nachfrage nach Biokraftstoffen und damit die Beimischung von Bioethanol zum Benzin in Europa nach Ansicht von AGRANA in den nächsten Jahren kräftig steigen. AGRANA will mit dieser Bioethanol-Produktionsstätte in Österreich, aber auch durch den Ausbau der Bioethanolproduktion in ihrer ungarischen Tochter Hungrana dieses Absatz-Potenzial optimal nutzen.

"Der Bau des Werkes Pischelsdorf ist eine der größten Einzelinvestitionen der AGRANA in den letzten Jahren. Der Einstieg in das Geschäftsfeld erneuerbare Energieträger ist für AGRANA ein logischer Schritt, denn wir können damit unser umfassendes Know-how bei agrarischen Rohstoffen mit der technologischen Erfahrung eines großen Industrieunternehmens kombinieren", erläutert Johann Marihart, Vorstandsvorsitzender der AGRANA. Bioethanol sei somit auch ein wichtiger Teil der Wachstumsstrategie der AGRANA.

Für die Bioethanol-Produktion in Pischelsdorf werden vor allem Weizen, aber auch Mais und Zuckerrüben-Dicksaft verwendet. Der Rohstoffbedarf sichert zahlreiche Arbeitsplätze in der österreichischen Landwirtschaft langfristig ab. Darüber hinaus werden am Standort Pischelsdorf auch bis zu 170.000 Tonnen pro Jahr Eiweißfuttermittel erzeugt. Dieses fällt als Nebenprodukt der Bioethanol-Produktion an und kann künftig Österreichs Futtermittelimporte auf Sojabasis teilweise ersetzen, teilte das Unternehmen mit.

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Quelle: iwr/11.09.06/

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