Energie-Pellet Verband: Heizen mit Holzpellets ist weiterhin wirtschaftlichMannheim – Der Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV) rechnet bis Ende des Jahres 2006 mit rd. 70.000 Pelletheizungen in Deutschland. Vor dem Hintergrund rasant steigender Energiepreise und Pelletpreise sowie etwaiger Lieferengpässe gibt der DEPV jedoch Entwarnung und rechnet mit einer kurzfristigen Entspannung des Holzpellet-Markts.
Die zuvor extrem niedrigen Pelletpreise im Jahr 2005 waren nach Verbandsangaben begünstigt durch ein Überangebot an Waldholz, Spänen und Pellets und hätten nicht die realen Produktionskosten bzw. den langjährigen Marktpreis widergespiegelt. So sei der Preis seit 2000 von rd. 190 Euro pro Tonne auf zwischenzeitlich unter 150 Euro pro Tonne gesunken. Diese Preissenkung sei neben dem Überangebot nicht zuletzt auch auf das am Markt verfügbare Sturmholz des Orkans Lothar aus dem Jahr 1999 zurückzuführen.
Der Preisanstieg von Öl und Gas hatte im August 2005 einen Rekord erreicht, was den Absatz von Holzpelletheizungen und damit auch die Nachfrage nach Holzpellets gefördert hat. Darüber hinaus konnten nach DEPV-Angaben die Sägewerke mit dem Wachsen des Pelletmarktes entscheiden, ob die Sägespäne wie bisher an die Holzstoffindustrie geliefert werden oder an die Pelletwerke – mit entsprechenden preislichen und wettbewerbstechnischen Auswirkungen auf den Sägespäne-Markt.
Durch die Erhöhung der Rohstoffpreise und die stark gestiegenen Nebenkosten sei der Pelletpreis im letzten halben Jahr auf einen Höchstwert von 250 Euro pro Tonne gestiegen. Nach Ansicht von DEPV-Vorsitzende Beate Schmidt ist der Gipfel der Pelletpreisentwicklung aber nun überschritten. Zum Winter hin werde sich der Markt u.a. wegen neuer Produktionskapazitäten entspannen. Mittelfristig würden Pellets auch zunehmend aus Waldholz hergestellt werden. Selbst bei dem momentanen Preisen zwischen 200 und 250 Euro pro Tonne seien Pellets immer noch mindestens 20 Prozent billiger als Öl und Gas. Zudem sind Holzpellets im Gegensatz zu Öl und Gas nicht von der Mehrwertsteuererhöhung Anfang nächsten Jahres betroffen und werden weiterhin mit 7 Prozent besteuert, so Schmidt weiter.
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Quelle: iwr/16.11.06/
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