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30.01.2012
, 16:53 Uhr
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Ecuador will Regenwald für Öl-Förderung versteigern - China möglicher Groß-Abnehmer

München - Die ecuadorianische Regierung will in einer neuen Runde insgesamt 21 Lizenzgebiete im Regenwald an Ölgesellschaften versteigern. Dies teilt die in München sitzende Stiftung Amazonica mit. Das betroffene Gebiet sei von annähernd 100.000 Waldindianern bewohnt und deren rechtmäßiger Eigentum mit vom Staat anerkannten Landtiteln. Die ersten sieben Lizenzgebiete, die schon in diesem Jahr zur Versteigerung anstehen, liegen quer über einem hochwertigen Primärwald. Nach Angaben der Stiftung könnten vor allem chinesische Gesellschaften die begehrten Bohrlizenzen beanspruchen, denn China habe Ecuador großzügige Kredite gewährt und soll als Gegenleistung 52 Prozent des ecuadorianischen Erdöls erhalten.

Lizenzgebiete zehnmal größer als ITT-Gebiet

Große Teile des Yasuní-Nationalparks in Ecuador sind schon seit vielen Jahren an internationale Ölgesellschaften vergeben worden. Ausnahmen bilden die sog. "Unberührbare Zone", der geschützte Lebensraum von einigen Familienclans indigener Waldbewohner, und das ausgewiesene Fördergebiet im äußersten Osten, das noch nicht versteigert wurde. Dieser östliche Waldzipfel ist weltweit als das "ITT-Gebiet" bekannt. Das Kürzel ITT steht dabei für die durch Prospektion ausfindig gemachten Bohrstellen "Ishpingo", "Tambococha" und "Tiputini". Nach dem vorläufigen Scheitern dieses Projektes habe nun die ecuadorianische Regierung beschlossen, gewaltige Flächen des Regenwaldes für die Ölförderung frei zu geben, so die Stiftung Amazonica. 2012 beginnt die Versteigerung von 2.927.513 Hektar Regenwald an Ölgesellschaften aus aller Welt. Dieses Gebite ist damit 10 Mal größer als das ITT-Gebiet. Nach einer Verfassungsänderung im Jahre 2000 allerdings gehört den Ureinwohnern des Regenwaldes ihr Land nur noch inklusive der landwirtschaftlich nutzbaren Bodentiefe. Alles darunter sei Staatsbesitz. Faktisch müssetn die Ölgesellschaften daher über das Land der Indianer zu ihren Fördergebieten vordringen, so die Stiftung Amazonica.

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