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03.07.2014, 12:07 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

31 Prozent: Erneuerbare sind jetzt wichtigste Stromquelle

Münster - Auf dem Weg zur erfolgreichen Energiewende ist ein weiterer Meilenstein erreicht worden: Im Stromsektor sind die erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr 2014 erstmals die wichtigste Erzeugungsquelle. Sie haben damit die Braunkohle vom Thron gestoßen, die in den letzten Jahren jeweils den größten Beitrag zu Stromerzeugung in Deutschland geliefert hat.

Nach einer aktuellen Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) von Daten des Statistisches Bundesamtes und der Strombörse EEX haben Wind, Sonne, Biomasse und Wasser in den ersten sechs Monaten des Jahres 81 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom erzeugt. Das entspricht einem Anteil von ca. 31 Prozent. Braunkohle kommt hingegen nur auf 26,5 Prozent.

Mehr Strom aus Wind, Sonne und Biomasse
Hinter dem regenerativen Strom, der sich im ersten Halbjahr 2014 auf 81 Mrd. kWh (31 Prozent) summiert, folgen die Braunkohle (26,5 Prozent, 69,7 Mrd. kWh), Steinkohle (19,3 Prozent, 50,9 Mrd. kWh), Atomkraft (17 Prozent, 45 Mrd. kWh) und Erdgas (6,3 Prozent, 16,6 Mrd. kWh). Den größten Beitrag unter den regenerativen Energiequellen hat im ersten Halbjahr 2014 die Windenergie geliefert: Die On- und Offshore-Windparks in Deutschland haben 26,7 Mrd. kWh Strom produziert und sind damit wichtigste regenerative Stromquelle. Dahinter folgt die Biomasse mit 25,6 Mrd. kWh vor der Solarenergie mit 18,3 Mrd. kWh und der Wasserkraft mit 10,5 Mrd. kWh. Während die Stromerzeugung bei Windkraft, Sonnenenergie und Biomasse im ersten Halbjahr 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum kräftig zugelegt hat, ist der Beitrag der fossilen Energieträger und der Atomkraft deutlich gesunken. Vor allem bei der Steinkohle (-6,1 Mrd. kWh) und dem Erdgas (-5,6 Mrd. kWh) ist der Rückgang im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 groß.

EE-Stromanteil seit 1993 von vier auf 31 Prozent gestiegen
Im Jahr 2013 war der Kuchen bei der deutschen Bruttostromerzeugung in Höhe von insgesamt 631,4 Mrd. kWh noch etwas anders verteilt. Der Braunkohle-Anteil war zwar mit 25,4 Prozent etwas geringer als im ersten Halbjahr 2014, aber die Braunkohle war die wichtigste Stromquelle (161 Mrd. kWh). Doch bereits im vergangenen Jahr waren die regenerativen Energien mit 24 Prozent (152 Mrd. kWh) dicht auf den Fersen. Steinkohle folgte mit 19,4 Prozent (122,2 Mrd. kWh) noch vor der Atomenergie mit 15,4 Prozent (97,3 Mrd. kWh) und dem Strom aus Gaskraftwerken mit 10,6 Prozent (66,7 Mrd. kWh). Die Erneuerbaren Energien haben in den letzten 20 Jahren einen rasanten Ausbau erfahren. Im Jahr 1993 lag der Anteil des erneuerbaren Stroms in Deutschland noch bei lediglich vier Prozent (20,5 Mrd. kWh).

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