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02.08.2017, 10:29 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Stromverbindung mit Norwegen - Start der Kabelverlegung auf See

Münster - Die Strommärkte Deutschland und Norwegen werden zukünftig über die Hochspannungs-Stromleitung NordLink direkt miteinander verbunden. Die ersten Kilometer Seekabel in Südnorwegen sind verlegt, die Arbeiten liegen im Plan.

In der südnorwegischen Region Vest-Agder hat der Bau der Gleichstromverbindung NordLink begonnen. Die ersten Kilometer des „grünen Kabels“ sind auf dem Meeresboden im Vollesfjord verlegt worden. Es entsteht eines der längsten Systeme zur Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) der Welt.

Bau der Seekabelverbindung NordLink von Norwegen aus
Die gesamte Stromverbindung wird eine Länge von 623 Kilometern haben, davon 516 Kilometer Seekabel. Die Übertragungsleistung erreicht 1400 MW. Von Norwegen aus werden in diesem Sommer zunächst 134 Kilometer Seekabel ab Vollesfjord bis hin zum dänischen Hoheitsgewässerteil der Nordsee verlegt. Vom dänischen Nordseebereich aus sollen dann ab 2018 weitere 228 Kilometer bis zur Grenze der deutschen Hoheitsgewässer verlegt werden.

Kabelverlegung in Deutschland ab 2018
In Deutschland kommen weitere 154 Kabelkilometer ab 2018 hinzu, ausgehend von der Küste bei Büsum (Schleswig-Holstein). Dabei ist für den deutschen Abschnitt geplant, dass die zwei Seekabelstränge gebündelt und in nur einem Arbeitsgang verlegt und im Meeresboden eingespült werden. Auf hoher See werden dann letztendlich die Kabelenden zusammengefügt. An das insgesamt 516 Kilometer lange Seekabel wird auf deutscher Seite noch ein 54 Kilometer langes Erdkabel von Büsum bis zur Konverterstation Wilster angefügt. Auch an dieser Baustelle ist nach Angaben des Netzbetreibers Tennet alles im Zeitplan: Erster Spatenstich in Wilster war bereits im September 2016.

Seekabelverbindung NordLink dient indirekt als Energiespeicher
NordLink ist der erste Interkonnektor, der die Energiemärkte Norwegen und Deutschland direkt miteinander verbindet. Die Wasserreservoirs in Norwegen fungieren dabei nicht direkt, sondern nur indirekt als „Energiespeicher“. Wird Strom aus Deutschland nach Norwegen geliefert, dann wird der Strom in Norwegen direkt verbraucht. Das Wasser in den norwegischen Reservoirs wird nicht benötigt. Bei Verbrauchsspitzen und gleichzeitig geringer Stromerzeugung in Deutschland kann Strom aus Wasserkraft nach Deutschland transportiert werden.

NordLink ist Teil einer geplanten Strom-Ringverbindung in der Nordsee
Die Stromleitung NordLink mit einer Leistung von 1400 MW verbindet Deutschland mit Norwegen. Gleichzeitig entsteht mit NorthConnect eine ebenfalls 1400 MW starke Gleichstromverbindung zwischen Schottland und Norwegen. Das Seekabel soll Simadalen in Norwegen mit Long Haven Bay, südlich von Peterhead, in Schottland verbinden. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2022 vorgesehen.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2017


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