09.09.2010, 12:56 Uhr

DIW warnt vor CCTS

Berlin – In einer Studie hat das DIW die CCTS-Technologie untersucht und ist zu dem Ergebnis gekommen, diese sei sehr unsicher und teuer. Dementsprechend eigne sich die CO2-Abscheidung nicht als „Brückentechnologie“. Das Institut warnt vor dem Scheitern von CCTS aufgrund technischer Faktoren, Transportproblemen und mangelnder gesellschaftlicher Akzeptanz. Zudem seien die Speicherpotentiale geringer als erwartet. Bisher werde CCTS nur in kleinem Maßstab genutzt. Die von der Bundesregierung vorgesehenen Maßnahmen reichten nicht für eine nötige großtechnische Erprobung aus. Außerdem würden durch die hohen Investitionskosten für CCTS die Stromerzeugungskosten steigen.

Der wirtschaftliche Nutzen von CCTS sei unklar. Die Speicherpotentiale in Deutschland seien gering und derzeitige Versuche würden nicht auf dauerhafte Speicherung abzielen. Sollte CO2 in größeren Mengen austreten, sei dies giftig für Menschen und Umwelt, was bereits zu Protesten in der Bevölkerung geführt habe. DIW-Forschungsdirektor Christian von Hirschhausen kritisierte das Energiekonzept der Bundesregierung als unrealistisch und forderte stattdessen verstärkte Investitionen in erneuerbare Energien.