11.04.2014, 16:17 Uhr

Trotz Fukushima: Japans Regierung will wieder mehr Atomstrom - Bevölkerung dagegen

Münster / Tokio – Die Regierung in Japan hat am Freitag einen neuen Energieplan verabschiedet. Der sieht vor, dass ein Teil der nach dem Unglück von Fukushima abgeschalteten Atomkraftwerke wieder ans Netz gehen soll. Damit rückt Japan drei Jahre nach der verheerenden Atomkatastrophe von dem zwischenzeitlich beschlossenen kompletten Atomausstieg ein Stück weit wieder ab.

Mit dem neuen Energieplan stellt sich die liberaldemokratische Regierung unter Premierminister Shinzo Abe gegen den Willen einer Mehrheit der japanischen Bevölkerung. Je nach Umfrage wollen zwischen 50 und 80 Prozent der Japaner keinen Atomstrom. Die Vorgänger-Regierung unter Naoto Kan hatte im September 2012 beschlossen, aus der Nutzung der Kernenergie auszusteigen.

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