16.05.2014, 10:54 Uhr

Windenergie: Verbände gegen Abstands-Länderregelung

Berlin - Die geplante Länderöffnungs-Klausel der Regierung, die den einzelnen Bundesländern die Möglichkeit zu eigenen Mindestabstandregelungen bei der Windenergienutzung einräumen soll, hat zu einer eher seltenen Koalition geführt. Die Verbände BDEW, BWE und VDMA Power Systems haben sich nun gemeinsam gegen ländereigene Regeln für Mindestabstände von Windenergieanlagen zu Wohngebäuden ausgesprochen.

Das gemeinsame Auftreten des Bundesverbandes Windenergie (BWE) sowie des Fachverbandes Power Systems im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA PS) mit dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist bemerkenswert, denn die Verbände sind sich durchaus nicht immer einig, wenn es um die Energiewende geht. Doch die Meinung zur neuen Länderöffnungsklausel im Baugesetzbuch fällt einheitlich aus: Mit Blick auf das eigentliche Ziel, nämlich mehr Akzeptanz in der Bevölkerung für den Ausbau der Windenergie zu schaffen, sei die geplante Regelung kontraproduktiv.

Energiewende: Verbände erwarten negative Auswirkungen