20.02.2018, 12:08 Uhr

Japan steigt in die Offshore Windenergie ein

Tokyo - Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Japan basiert bisher vor allem auf der Solarenergie und der Onshore Windenergie. Jetzt soll auch das reichlich vorhandene Potenzial der Offshore Windenergie genutzt werden.

Die japanische Regierung plant, die Offshore Windenergie zu erschließen und ein geeignetes Seegebiet für die Stromerzeugung bereitzustellen. Das meldet die japanische Tageszeitung Yomiuri Shimbun. Bisher gibt es in Japan für die Nutzung der Offshore Windenergie noch keine einheitlichen Regularien.

Japanischer Gesetzentwurf zum Ausbau der Offshore Windenergie

Am 19. Dezember 2017 wurde dem Parlament ein neuer Gesetzentwurf zum Ausbau der Offshore Windenergie vorgelegt, berichtet heute (20.02.2018) die Tageszeitung Yomiuri. Danach soll ein "Fördergebiet" für die Offshore Windenergie in Japan definiert werden. Geplant ist zudem, die See-Nutzungslizenz für die Offshore-Stromerzeugung innerhalb dieses Gebietes von aktuell sehr wenigen Jahren auf 30 Jahre zu verlängern. Die japanische Regierung hofft so, Unternehmer zu ermutigen, in den Ausbau der erneuerbaren Energien zu investieren.

Offshore Windenergie Gesetz bis März 2018

Wie das Blatt Yomiuri weiter berichtet, soll das Gesetz durch das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie, das Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr und die Kabinettskanzlei bis Anfang März 2018 fertiggestellt sein. Dem geplanten Gesetz zufolge ist vorgesehen, dass der Premierminister einen grundlegenden Plan und Regelungen für die Nutzung der Offshore Windenergie erstellt und dieser vom Kabinett beschlossen wird. Auf dieser Grundlage soll dann ein geeignetes Seegebiet als "Fördergebiet" ausgewiesen und interessierte Unternehmen öffentlich einladen werden. Aus den eingereichten Windpark-Plänen werden Betreiber ausgewählt und die Installation von Windkraftalagen in den japanischen Gewässern zugelassen.

Quelle: IWR Online

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