05.09.2003, 09:53 Uhr

Nordex rutscht in die Verlustzone - Caterpillar im Gespräch

Hamburg - Nach dem dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ist der Windkraftanlagenhersteller Nordex in den roten Zahlen. Der mit rund 36 Mio. Euro schwache Umsatz im dritten Quartal führte zu einer weiteren Belastung des operativen Ergebnisses von 20,1 Mio. Euro. Damit beträgt das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) sowie vor Sonderaufwendungen nach neun Monaten -48,9 Mio. Euro (Vorjahr + 10,1 Mio. Euro). Dieser Verlust ist nach Angaben des Windkraftanlagenherstellers vor allem wegen nicht gedeckter Fixkosten und unkalkuliert hoher Aufwendungen bei der Realisierung einzelner Windparks entstanden. Zudem habe das Unternehmen weitere Rückstellungen in Höhe von 6,6 Mio. Euro gebildet, im Wesentlichen für erwartete Forderungsausfälle, so Nordex.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Nordex ein Umsatzvolumen von rund 230 Mio. Euro. Im laufenden, vierten Quartal rechnet die Gesellschaft aufgrund der Projektverschiebungen und der daraus folgenden geringen Umsätze mit einem weiteren operativen Verlust. An dem Zeitplan für die erfolgreiche Restrukturierung hält das Management fest. Im Geschäftsjahr 2003/04 soll eine deutliche Ergebnisverbesserung erzielt werden, die Rückkehr in die Gewinnzone ist für das Geschäftsjahr 2004/05 geplant.
Wie die "WirtschaftsWoche" unterdessen berichtet, will der amerkanische Baumaschinenproduzent Caterpillar bei Nordex einsteigen. Verhandlungen mit dem Großaktionär WestLB würden laufen.
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