01.10.2003, 14:32 Uhr

Bundesregierung soll Forschung für Energiespeicher vorantreiben

Berlin - Die FDP-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, die Energieforschung insgesamt und damit auch die Forschung für innovative Energiespeicher voranzutreiben. In einem Antrag (15/1605) heißt es, der Energieforschung sei eine angemessene Stellung bei der Förderung der Grundlagenforschung in den Großforschungseinrichtungen und in den Forschungsprogrammen einzuräumen.
Die Forschungsprogramme für erneuerbare Energien und innovative Speichertechnologien sollten nicht zu Lasten anderer zukunftsweisender Energieforschungsbereiche wie der Fusionsforschung und der kerntechnischen Sicherheitsforschung erweitert werden, so die FDP. Auch solle die Förderung der Energiespeicherforschung nicht auf bestimmte Energieformen, Speichermaterialien, -technologien und -verfahren eingeengt werden. Vielmehr sei der Forschungsgegenstand umfassend und interdisziplinär zu definieren.
Der Einsatz der erneuerbaren Energien soll sich nach dem Vorstellungen der FDP-Fraktion stärker am tatsächlichen Bedarf orientieren. Bezogen auf den gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland stehe die mechanische Energie mit 41 Prozent an der Spitze, gefolgt von der Raumwärme mit 31 Prozent, der Prozesswärme mit 21 Prozent, der Warmwasserbereitung mit fünf Prozent und dem Licht mit zwei Prozent.

Private Haushalte verwendeten ihre Energie zu 76 Prozent für die Raumwärme, zu elf Prozent für die Warmwasserbereitung, zu sieben Prozent für mechanische Energie, zu vier Prozent für Prozesswärme und nur zu zwei Prozent für Licht. Auch für ein nachhaltiges Verkehrskonzept müssten erneuerbare Energien herangezogen werden, heißt es weiter. Neben verschiedenen Verfahren zur Erzeugung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien und dessen Nutzung für Antriebstechnologien seien noch lange nicht alle Speichermöglichkeiten von Wasserstoff erforscht, so die FDP. Hier seien noch weitgehende Grundlagenforschungen erforderlich.
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