03.03.2014, 08:54 Uhr

Bioethanol: Tankstellen verkaufen 2013 mehr Super E10

Berlin – Die Einführung des Benzinkraftstoffs Super E10 mit einer bis zu zehnprozentigen Beimischung von Bioethanol im Jahr 2011 verlief äußerst holprig. Doch den Fehlstart hat die neue Kraftstoffsorte inzwischen überwunden und erobert Jahr für Jahr zusätzliche Marktanteile.

Höhepunkt des von Pannen gekennzeichneten Starts von E10 war der zwischenzeitliche, bundesweite Stopp der Markteinführung im März 2011. Die Versorgung mit dem neuen Kraftstoff hatte sich verzögert, die Verbraucher waren skeptisch und die Preispolitik für die neue Kraftstoffsorte umstritten. Doch inzwischen hat sich E10 an den deutschen Tankstellen etabliert und der Marktanteil wächst Jahr für Jahr. In 2013 ist der Absatz von Super E10 im um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

E10-Anteil im Benzinmarkt steigt auf 15 Prozent

Umso erstaunlicher ist, dass dem jungen Kraftstoff dieses Kunststück in einem schrumpfenden Benzinmarkt gelungen ist. Wie der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) mitteilt, ist der Absatz der Kraftstoffsorte Super E10 2013 rund 2,8 Mio. Tonnen geklettert. Die übrigen Benzinsorten, Super Plus und Eurosuper, verzeichneten einen Rückgang zwischen – 4,0 und - 0,9 Prozent. Im Jahr der Einführung waren 1,8 Mio. Tonnen Super E10 getankt worden und im Jahr 2012 war der Verbrauch auf 2,6 Mio. Tonnen gestiegen. Aktuell erreicht die Sorte Super E10 im gesamten Benzinmarkt (18,4 Mio. Tonnen) einen Anteil von rund 15 Prozent. Der bisherige Trend eines schrumpfenden Benzinmarktes setzte sich mit einem Rückgang um 0,4 Prozent im Jahr 2013 fort.

E85-Markt knickt ein

Der Absatz von Bioethanol in der Kraftstoffsorte E85 (bis zu 85 Prozent Anteil Bioethanol) sank auf 13.449 Tonnen und war damit um nahezu 37 Prozent rückläufig. Der Absatz dieser nur für kraftstoff-flexible Fahrzeuge geeigneten Sorte war im Jahr 2012 noch um 6,0 Prozent gewachsen. Der Rückgang ist unter anderem auf das eingeschränkte Angebot von sogenannten FlexFuel-Vehicles (FFV) in der Neuwagenflotte der Automobilhersteller auf dem deutschen Markt zurückzuführen.

Aufgrund des gesunkenen Verbrauchs von Benzin insgesamt ging der gesamte Verbrauch von Bioethanol um 42.690 Tonnen auf 1.206.144 Tonnen zurück.

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