04.04.2014, 15:30 Uhr

DNB-Fondsmanager sehen Rückenwind für erneuerbare Energien

Luxemburg – Aus Sicht der DNB Asset Management, Fondsgesellschaft des norwegischen Finanzinstituts DNB, zieht das Anlegerinteresse bei erneuerbaren Energien wieder merklich an. Die Marktexperten von DNB machen vor allem den Boom in den Schwellenländern für die steigende Nachfrage nach Anlagenmöglichkeiten verantwortlich.

„Gerade Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien investieren derzeit massiv in diesen Bereich. Mit einem Anteil von fast 30 Prozent an den weltweit für nachhaltige Energie bereitgestellten Geldern übertrifft China sogar die USA“, erklärt Jon Sigurdsen, Co-Portfoliomanager des DNB Renewable Energy Fonds. Der Fonds hat nach Angaben des Instituts im ersten Quartal 2014 den breiten Markt um 10,2 Prozent geschlagen.

Erneuerbare in China boomen

Das Reich der Mitte habe laut DNB den Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamtenergieproduktion in den letzten Jahren stark erhöht und will ihn bis zum Jahr 2020 auf rund 15 Prozent steigern. Dahinter steckten ebenso ökologische Probleme wie auch die Absicht, sich frühzeitig in einem Wachstumsgebiet zu positionieren. Im laufenden Jahr werde China den größten Markt für Solar- und Windenergie darstellen. Ebenso dürfte es die weltweit höchsten Investitionen in die Netzinfrastruktur tätigen. Da es um nicht weniger als die Lebensqualität seiner Milliarden von Bewohnern gehe, werde China solche Investitionen auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Folglich ist China weiterhin zu den Schlüsselmärkten im Bereich der Clean Technology zu zählen, heißt es bei der DNB Asset Management.

Solarenergie wird immer günstiger

„Innovationen im Bereich Solarenergie steigern deren Wettbewerbsfähigkeit deutlich“, äußert sich Christian Rom, Co-Portfoliomanager des DNB Renewable Energy, auch positiv zu diesem Subsektor. Die Kosten für Solardächer in Süddeutschland sind gefallen, was eine Studie des deutschen Fraunhofer Instituts belegt - mit positiven Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber netzbasierter Elektrizität. Noch tiefer präsentieren sich die Kosten für Solarenergie in sonnigeren Regionen wie Australien, Südeuropa, Afrika, Lateinamerika oder im Mittleren Osten. In gewissen Regionen der USA, wie Kalifornien, Hawaii und Minnesota, ist die Elektrizität aus Sonnenenergie bereits ebenso preisgünstig wie traditionelle Energie. Neben Solarenergie spielt auch der Bereich Bioethanol eine wichtige Rolle für die Fondsmanager. So habe eine Studie von ABF Economics aufgezeigt, dass in der US-Industrie für Bioethanol bisher knapp 400 000 neue Arbeitsplätze entstanden seien.

DNB: EE-Sektor mit Momentum

„Insgesamt zeigen Investoren wachsendes Interesse an erneuerbaren Energien. In den vergangenen Quartalen haben sich die fundamentalen Daten in Einklang mit dem globalen Ausblick deutlich verbessert. Erhöhte Liquidität und gestiegene Aktienpreise illustrieren das positive Momentum deutlich“, fasst Jon Sigurdsen die aktuelle Situation am Aktienmarkt zusammen. Der WilderHill New Energy Global Innovation Index kann einen ausgezeichneten Start ins 2014 vorweisen. Die dem globalen Index unterliegenden Unternehmen aus dem New Energy Sektor haben den MSCI World um 10,2 Prozent geschlagen.

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