06.02.2004, 14:16 Uhr

Emissionshandel: VKU lehnt Benachteiligung der Kraft-Wärme-Kopplung ab

Berlin - Der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) fordert einen Ausgleich für Benachteiligungen der Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen beim bevorstehenden Emissionshandel. "Bei der Ausgestaltung der Zuteilungsregeln müssen diese Nachteile berücksichtigt werden", so VKU-Präsident OB Gerhard Widder. Durch die in KWK-Anlagen erzeugte Raumwärme konnte die Verbrennung von fossilen Brennstoffen vermieden und eine spürbare Reduzierung der CO2-Emissionen bewirkt werden. "Ohne die Sicherung und Modernisierung der bestehenden KWK-Anlagen sowie ohne Investitionen in neue effizientere Heizkraftwerke sind weder die CO2-Verpflichtung Deutschlands im Rahmen des Kyoto-Protokolls noch die Selbstverpflichtung der deutschen Wirtschaft zur CO2-Reduktion umsetzbar. Die umwelt- und klimaschützende KWK-Technologie ist für
das Erreichen dieser Ziele unverzichtbar", sagte Widder.
Der VKU will sich weiterhin für eine einvernehmliche Lösung der Energiewirtschaft und der Industrie mit der Bundesregierung über die Eckpunkte des "Nationalen Allokationsplans" einsetzen. Wesentliche Voraussetzung für eine Verständigung mit der Bundesregierung sei dabei, dass es durch den bevorstehenden Emissionshandel und der dazu erforderlichen Zuteilung der Zertifikate zu keiner wirtschaftlichen Belastung der kommunalwirtschaftlichen Anlagen kommen darf. Von den mehr als 1.400 Mitgliedsunternehmen des VKU betreiben 160 Unternehmen 400 vom Emissionshandel erfasste Anlagen. Allein durch die derzeit laufende Modernisierung von KWK-Anlagen in einer Größenordnung von 1,3 Mrd EURO erzielen die Stadtwerke bis 2005 eine zusätzliche CO2-Reduzierung von mehr als 3,5 Mio t pro Jahr.
* Newsticker Kraft-Wärme-Kopplung
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