11.07.2007, 17:02 Uhr

Grundsteinlegung für Solarthermiekraftwerk Andasol 2

Erlangen / Aldeire - Heute erfolgte die Grundsteinlegung für das Parabolrinnen-Kraftwerk Andasol 2 in der Hochebene von Guadix im südspanischen Andalusien. Das 300 Mio. Euro Projekt wurde von der Erlanger Solar Millennium AG entwickelt und entsteht in direkter Nachbarschaft des seit einem Jahr in Bau befindlichen Kraftwerks Andasol 1. Mit einer Kollektorfläche von jeweils 512.000 m2 pro Anlage handelt es sich bei den Anlagen nach Angaben der Solar Millenum AG um die größten Solarkraftwerke der Welt. Die von einem Kraftwerk erzeugte Strommenge reiche aus, um bis zu 200.000 Menschen mit regenerativ erzeugtem Strom versorgen.
Die Bauzeit beträgt für beide Anlagen jeweils 24 Monate. Die Erdbauarbeiten für Andasol 2 haben im Februar begonnen, die voraussichtliche Inbetriebnahme der Anlage soll Anfang 2009 erfolgen.
Die Solarkraftwerke können Strom auch nach Sonnenuntergang bereitstellen. Große thermische Reservoirs speichern eine Energiemenge, die ausreiche, das Kraftwerk 7,5 Stunden unter Volllast weiter zu betreiben, so das Unternehmen. Die Andasol-Kraftwerke sollen dazu beitragen, die Nachfragespitzen im spanischen Stromnetz in den Sommermonaten abzudecken, die vor allem durch den hohen Energiebedarf der Klimaanlagen verursacht werden.
„Der Bau dieser ersten europäischen Parabolrinnen-Kraftwerke in Andalusien erfüllt für den Markt der solarthermischen Kraftwerke eine wichtige Vorbildfunktion. Dank der erfolgreichen Pionierarbeit verfügt Solar Millennium heute über eine Spitzenposition im Markt, die wir weiter ausbauen wollen“, so Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender von Solar Millennium. Am selben Standort hat Solar Millennium noch ein drittes Kraftwerk entwickelt, das zusammen mit der portugiesischen EDP-Gruppe realisiert wird. Der Bau dieser Anlage soll Ende dieses Jahres beginnen.
An der Technologie der Kraftwerke sind deutsche Unternehmen nach Angaben der Solar Millenium AG maßgeblich beteiligt: Die Flagsol GmbH, Technologietochter von Solar Millennium, liefert Engineering-Leistungen für das Solarfeld, also Planung, Auslegung und Bauüberwachung sowie die Steuerung. Schott und Flabeg liefern wichtige Komponenten des Solarfeldes, Siemens die Turbine. Für den Bau zeichnet vor allem die spanische ACS/Cobra-Gruppe verantwortlich, die auch 75 Prozent der Anteile an der Projektgesellschaft übernommen hat.
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Quelle: iwr/11.07.07/