09.07.2014, 14:31 Uhr

juwi sorgt für Solarstrom in den Pyrenäen und Windstrom in Rheinland-Pfalz

Wörrstadt – Die juwi-Gruppe meldet Vollzug bzw. Fortschrift bei zwei Projekten: Zum einen konnte ein großer Solarpark in Frankreich eingeweiht werden, der sich besonders durch die einzigartige Kombination aus regenerativer Energiegewinnung und landwirtschaftlicher Nutzung auszeichnet. Zum anderen kann das Unternehmen den Bau des Windparks Bocksrück in Rheinland-Pfalz nach Verzögerungen wieder fortsetzen.

Der 25 Megawatt (MW) Ortaffa Solar- und Agrarpark liegt in der Gemeinde Ortaffa (Frankreich) in den Pyrenäen und kann sauberen Strom für mehr als 10.000 Haushalte produzieren. Der im Donnersbergkreis geplante Windpark hat eine Gesamtleistung von neun MW und kann nach Fertigstellung etwa 6.000 Drei-Personen-Haushalte mit grüner Energie versorgen.

300.000 Module in den Pyrenäen installiert

Der mit 300.000 Solarmodulen ausgestattete und 87 Hektar große Ortaffa Solar- und Agrarpark zeichnet sich besonders durch die Kombination aus Energiegewinnung und landwirtschaftlicher Nutzung aus. Dabei ist die 21 Hektar große Modulfläche in zehn Solarfelder aufgeteilt zwischen denen Wiesen und Weiden angelegt wurden. Die ehemals brach liegende Fläche wird nun zur Schafzucht und Honigerzeugung genutzt, teilte juwi in einer Pressemitteilung mit. Zusätzlich werden in der Region 43 Hektar Weinberge neu angelegt: juwi unterstützt dabei die Winzer in Punkto Finanzierung und Modernisierung. Das Projekt sorgt in der Bauphase sowie auch langfristig für Arbeitsplätze in der Region.

2Der Solarpark belebt wein- und landwirtschaftliche Flächen, die wir schon fast aufgegeben hatten2, sagt Raymond Pla, Bürgermeister der Gemeinde Ortaffa. „Dank des offenen Austauschs mit juwi und allen Projektbeteiligten passt der Park nun genau in unsere Region und kurbelt obendrein noch die lokale Wirtschaft an.“

9-MW-Windpark geht noch 2014 ans Netz

Wie juwi zudem erklärte, kann der Bau des Windparks Bocksrück im Donnersbergkreis fortgesetzt werden. Hier sollen drei moderne Windräder vom Typ Enercon E 101 mit einer Gesamtleistung von neun MW ans Netz gehen und für mindestens 20 Jahre sauberen Strom produzieren. juwi-Projektmanager Robert Petek erklärt: "Ab dem 1. August werden wir die Baumaßnahmen fortführen und gehen derzeit davon aus, dass die drei Windräder bis Ende des Jahres ans Netz angeschlossen sind und sauberen Strom einspeisen können."

Bei dem Projekt war es zu Verzögerungen und einer Bauunterbrechung gekommen, da Gegner wie unter anderem die Natur- und Vogelschutz-Organisationen Nabu und Pollichia Widerspruch gegen den Sofortvollzug der Genehmigung eingelegt hatten. Ihnen gingen die Naturschutzmaßnahmen von juwi nicht weit genug. Robert Petek: "Vor allem auf die Wildkatze, die in der Region vorkommen soll, wurde bei den Planungen Rücksicht genommen und mehrere Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt." Außerdem verpflichtete sich juwi, aus Rücksicht auf die Paarungs- und Aufzuchtzeit der Katzen die Bauarbeiten auf dem Bocksrück von Anfang März bis Ende Juli ruhen zu lassen. Die Kläger haben, nachdem das OVG Koblenz zwei Eilanträge gegen die Genehmigung abwiesen, ihre Wiedersprüche zurückgezogen.


© IWR, 2014