22.02.2007, 08:41 Uhr

NRW-Ministerin Thoben über CO2-Zuteilungspläne von Umweltminister Gabriel empört

Düsseldorf – NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben mißbilligt bekanntgewordene Pläne von Umweltminister Sigmar Gabriel, bei der Zuteilung von Emissionsmengen im Rahmen des Nationalen Allokationsplans II (2008-2012) Stein- und Braunkohlekraftwerke gleichermaßen zu behandeln. So stünde beiden Technologien eine Emissionsmenge von je 750 Gramm pro Kilowattstunde zu, modernste Braunkohletechnologien würden aber rund 950 Gramm CO2 pro Kilowattstunde freisetzen. Nach Meinung von Thoben müßten bei der Zuteilung die Besonderheiten der Energieträger berücksichtigt werden. Derzeit hat die Braunkohle einen Anteil von rund 44 Prozent an der Gesamtstromerzeugung in Nordrhein Westfalen und 25 Prozent an der in Deutschland. Thoben befürchtet, so falsche Anreize für neue Kraftwerksinvestitionen zu setzen. Nach Schätzungen des NRW-Wirtschaftsministeriums würde eine derartige Zuteilung die Kosten der Braunkohleverstromung um 500 Mio. Euro pro Jahr steigen lassen.
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Quelle: iwr/stromtarife/22.02.07/