09.05.2014, 17:02 Uhr

Q1 2014: Regenerativer Stromanteil steigt in Deutschland auf Rekordniveau

Berlin - Der weitere Zubau und die günstigen Witterungsverhältnisse haben den erneuerbaren Energien zum Jahresanfang einen neuen Rekordwert bei der Stromerzeugung beschert. Der Anteil der regenerativen Energien am Brutto-Inlandsstromverbrauch stieg im ersten Quartal 2014 auf 27 Prozent.

Dies teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) vorab mit. Es handelt sich demnach um voraussichtliche Daten. Im ersten Quartal 2013 waren es noch 23 Prozent, die die erneuerbaren Energien zur Stroomerzeugung beigetragen haben.

BDEW: 40,2 Mrd. kWh EE-Strom in drei Monaten

In absoluten Zahlen kletterte die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien laut BDEW voraussichtlich von 35,7 auf 40,2 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Während Windenergieanlagen rund 19 Prozent mehr Strom als im Vorjahresquartal produzierten, stieg die Erzeugung aus Photovoltaik(PV)-Anlagen um fast 70 Prozent. Bei den Daten handele es sich um erste Ergebnisse aus einer Analyse zu den Entwicklungen auf dem Strommarkt im ersten Quartal 2014.

Korrektur-Faktor für Windenergie-Zahlen

Windenergieanlagen erzeugten in den Monaten Januar bis März laut BDEW voraussichtlich 17,8 Mrd. kWh Strom. Dabei wird auch auf Daten der Übertragungsnetzbetreiber zurückgegriffen, die noch um einen Korrekturfaktor angehoben werden. Der tatsächliche Wert der Stromerzeugung aus Windenergie liegt nach den Netzbetreiber-Daten bei knapp 17 Mrd. kWh. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag der Wert laut BDEW bei 14,9 Mrd. kWh (Daten ohne Korrektur-Faktor: 12,9 Mrd. kWh). Die Erzeugung von Ökostrom mit Hilfe der Sonne stieg von 3,3 Mrd. kWh auf voraussichtlich 5,7 Mrd. kWh. Bei der Solarenergie wird vom BDEW kein Korrekturfaktor auf die Daten der Netzberteiber angewendet.

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