28.05.2014, 13:21 Uhr

RENIXX atmet durch - DAX knapp unter 10.000er Marke: Suzlon gefragt, Jinko nicht - Börsen-Strompreise fallen ab

Münster – Der RNIXX World gibt im Handel am Mittwoch bislang um 0,6 Prozent auf 386,55 Punkte nach. Nach der jüngsten Rallye, die den Index seit Mitte Mai von gut 360 Punkte um mehr als sieben Prozent nach oben befördert hat, atmet das regenerative Börsenbarometer heute ein wenig durch.

Unter dessen bewegt sich der DAX weiter knapp unter der Schallmauer von 10.000 Punkten. Im heutigen Handel geht es bislang um 0,2 Prozent auf 9.956 Punkte nach oben. Am Devisenmarkt gibt der Euro leicht auf 1,362 US-Dollar nach (-0,1 Porzent). Der Goldpreis notiert unverändert bei 1.266 US-Dollar je Feinunze.

Suzlon holt wieder auf – Jinko verliert

Am Dienstag waren die Titel von Suzlon und Jinkosolar die größten RENIXX-Verlierer. Während der indische Windenergieanlagen-Hersteller Suzlon am Mittwochvormittag wieder um 2,7 Prozent auf 0,976 Euro zulegen kann, geht es für die Aktie von Jinkosolar (-2,8 Prozent, 17,76 Euro) weiter abwärts.

Im DAX glänzen die Titel von Lanxess (+1,3 Prozent, 52,17 Euro) und SAP (+1,3 Prozent, 56,52 Euro). Die Analysten der Citigroup haben ihre Kaufempfehlung für SAP bestätigt. Die Lizenz- und Abonnenten-Umsätze dürften sich in diesem Jahr verbessern, so die Experten.

Deutsche und französische Strompreise deutlich günstiger

Die Preise Strom sinken im day-ahead-Handel der Strombörse für den morgigen Feiertag deutlich. Deutscher Strom ist für rund 2,91 Cent je Kilowattstunde (kWh) zu bekommen (-21,3 Prozent). Gleichzeitig fällt der Preis für französischen Strom um rund 20 Prozent auf 2,96 Cent je kWh. Damit ist französischer Strom nur noch knapp 1,8 Prozent teurer als sein deutsches Pendant. Am Markt für Emissionsrechte steigen die Preise leicht: Ein Zertifikat zur Emission einer Tonne CO2 in der EU kostet derzeit 5,19 Euro und damit rund 1,8 Prozent mehr als am Vortag.

Die Rohölpreise steigen am Mittwoch leicht. Die US-Rohölsorte WTI notiert derzeit bei etwa 104,40 US-Dollar je Barrel (+0,2 Prozent), während das Barrel der Nordseesorte Brent etwa 110,30 US-Dollar kostet (+0,2 Prozent). Nachdem die Heizölpreise am Dienstag um 0,25 Prozent gestiegen waren, gibt es heute einen Preisrückgang von 0,25 Prozent. So notiert ein Liter Heizöl bei 80,6 Cent (inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern). Am gestrigen Dienstag lag der durchschnittliche Preis für einen Liter Diesel bei 1,365 Euro (-0,1 Prozent), der für Super E10 bei 1,529 Euro je Liter (-0,2 Prozent).

Wind und Sonne liefern Strom mit nahezu 17.000 MW Leistung

Am Mittwoch werden zur Mittagszeit die Solaranlagen in Deutschland voraussichtlich Strom mit einer Leistung von rund 8.800 Megawatt (MW) erzeugen. Die Windenergie liefert voraussichtlich ca. 7.800 MW, so dass die prognostizierte Summe der beiden regenerativen Energien bei 16.600 MW liegt. Das deckt rund 28 Prozent der zur Mittagszeit benötigten Spitzen-Leistung an der Stromerzeugung ab. Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke sind gegen Mittag mit einer Leistung von knapp 43.700 MW am Netz. Ohne Wind und Sonne müssten konventionelle Kraftwerke zur Bedarfsdeckung mit einer Leistung von rund 60.300 MW Strom erzeugen.

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RENIXX World: Kurse und Charts, Börsen-Stammdaten, Historie ab 2002


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