04.03.2014, 13:19 Uhr

RENIXX bügelt Vortagesverluste aus: REC Solar, GT Advanced, Jinko und Canadian vorne dabei – RWE-Aktie steigt nach Zahlen

Münster – Der weltweite Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World kann im Handel am Dienstag bis zum Mittag die Vortagesverluste vollständig wieder ausgleichen. Das Börsenbarometer klettert bislang um 1,6 Prozent auf 393,19 Punkte.

Auch die DAX-Kurve zeigt am Dienstag wider nach oben. Der deutsche Index legt um gut zwei Prozent auf 9.550 Punkte zu, nachdem er am Montag um mehr als drei Prozent eingeknickt war. Die Lage in der Ukraine hat sich ein wenig entspannt: Der russische Präsident Wladimir Putin sehe bisher keine Notwendigkeit für einen Militäreinsatz in der Ukraine, berichten Medien. Der Eurokurs klettert um 0,2 Prozent auf 1,376 US-Dollar. Der Goldpreis gibt um ein Prozent auf 1.336 US-Dollar je Feinunze nach.

REC Solar erholt, RWE leicht im Plus

Im RENIXX heißen die größten Gewinner REC Solar (+7,3 Prozent, 13,25 Euro), GT Advanced Technologies (+6,3 Prozent, 11,60 Euro), Jinkosolar (+5,9 Prozent, 23,50 Euro) und Canadian Solar (+5,8 Prozent, 30,85 Euro). Auch die Titel der Windkraftanlagen-Hersteller Nordex (+5,3 Prozent, 11,59 Euro) und Vestas (+5,1 Prozent, 26,07 Euro) sind gefragt. Nordex meldete einen Auftrag aus Frankreich. Die Finanzierung für einen 75 Megawatt (MW) großen Windpark in Nordfrankreich ist nun gesichert.

Im DAX steh u.a. die RWE-Aktie im Fokus. Wie der Energiekonzern mitteilt, ist erstmals seit mehr als 60 Jahren ein Nettoverlust aufgetreten. Das EBITDA liegt aber mit +8,8 Mrd. Euro im Rahmen der Erwartungen. Die Aktie klettert um 0,9 Prozent auf 28,97 Euro. Besonders gefragt sind im DAX Commerzbank (+4,4 Prozent, 12,88 Euro) und Bayer (+3,5 Prozent, 101,50 Euro).

Sinkende Preise auf den Rohölmärkten

Unbeeindruckt von den aktuellen Ereignissen auf der Halbinsel Krim und der gegenwärtigen Situation in Russland sinken heute die Rohölpreise. Rohöl der Sorte US-Sorte WTI liegt demnach aktuell bei etwa 109,80 US-Dollar je Barrel (-0,9 Prozent) während die Nordseesorte Brent bei etwa 107,30 US-Dollar je Barrel steht (-0,8 Prozent). Heizöl verteuert sich hingegen um 0,1 Prozent und notiert bei 81,4 Cent je Liter (inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern). Autofahrer in Deutschland können sich freuen. An den deutschen Tankstellen wurden rückläufige Preise festgestellt. Ein Liter Diesel verbilligte sich auf 1,36 Euro, Superbenzin (E10) auf 1,48 Euro je Liter.

Bewegung gab es sich bei den CO2-Zertifikaten. Ein deutlicher Rückgang um 5,2 Prozent hat den Preis einer Berechtigung zur Emission einer Tonne CO2 auf 6,56 Euro abfallen lassen. Somit entfernt sich der Preis wieder vom Jahreshöchstwert und kann erstmals nach vier Tagen einen Rückgang vorweisen. Die Strompreise sind auf dem Spotmarkt für Grundlaststrom wieder zurückgegangen. Der Preis für eine Kilowattstunde (kWh) Strom aus deutscher Produktion liegt bei 4,26 Cent (-8,8 Prozent). Französischer Strom präsentiert sich etwas teurer bei 4,72 Cent je kWh (-3,7 Prozent).

Stromerzeugung: Wind und Sonne liefern über 10.000 MW

Schwacher Wind über Deutschland lässt die Anlagen Strom mit einer Leistung von etwa 1.000 Megawatt (MW) erzeugen. Obwohl die Solaranlagen einen soliden Beitrag leisten (9.600 MW), kann die deutsche Stromproduktion heute mit rund 10.600 MW aus erneuerbaren Energien unterstützt werden.

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