11.03.2014, 13:23 Uhr

RENIXX erobert 400-Punkte-Marke zurück: Plug Power im Höhenrausch – Shunfeng PV und Nordex fester

Münster – Der weltweite Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World hat im Handel am Dienstagvormittag die Marke von 400 Punkten zurückerobert. Am Vortag war das Börsenbarometer für die Regenerative Energiewirtschaft unter diese Linie abgetaucht.

Am Dienstag kann der RENIXX bislang um 0,5 Prozent auf 401,05 Punkte zulegen. Die Zuwächse im DAX fallen mit 0,3 Prozent auf 9.288 Punkte etwas geringer aus. Analysten weisen auf eine charttechnisch bedenkliche Situation im DAX hin. Eine Doppeltop-Bildung ist im Chartbild erkennbar, was als negatives Signal gewertet wird. Der Goldpreis springt unterdessen um 0,7 Prozent auf 1.350 US-Dollar je Feinunze an. Der Euro gibt auf 1,385 US-Dollar leicht nach.

Plug Power beeindruckend

Die Aktie von Plug befindet sich weiter im Höhenrausch: DAs Papier baut die extremen Vortagesgewinne (+29 Prozent) weiter aus und legt heute bislang um rund neun Prozent auf 8,07 Euro zu. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs der Aktie mehr als verfünffacht. Die Aktie ist in den RENIXX nachgerückt, weil der bisher gelistete Titel von Zoltek aufgrund der Übernahme durch Toray aus dem Index ausgeschieden ist. Weitere Gewinner sind heute Shunfeng PV (+7,4 Prozent, 0,716 Euro) und Nordex (+3,4 Prozent, 12,09 Euro). Nordex meldete, inzwischen weltweit bereits Windenergieanlagen mit einer Leistung von über 10.000 Megawatt (MW) errichtet zu haben.

Im DAX glänzen heute VW (+1,5 Prozent, 181,55 Euro) und Siemens (+1,3 Prozent, 93,11 Euro). Beiersdorf (-1,3 Prozent, 69,35 Euro) und Deutsche Bank (-0,7 Prozent, 33,18 Euro) verlieren hingegen.

Stagnation beim Heizölpreis

Der Rohölpreis steigt: Die US-Sorte WTI verzeichnet einen Preisanstieg von 0,5 Prozent und notiert derzeit bei etwa 100,90 US-Dollar je Barrel. Nahezu genau so groß (+0,6 Prozent) ist der Preisanstieg der Nordseesorte Brent: Ein Barrel dieser Sorte kostet derzeit etwa 108,50 US-Dollar. Während die Preise für Rohöl wieder anziehen, stagniert der Preis für Heizöl weiter. Einen Liter Heizöl gibt es unverändert für 79,9 Cent (inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern). Die Preise an deutschen Tankstellen sind am Montag etwas gesunken: Autofahrer zahlten im Schnitt für Diesel 1,36 Euro je Liter (-0,4 Prozent) und 1,48 Euro je Liter Super E10. Damit war Super E10 um 0,5 Prozent günstiger als am Vortag.

Im day-ahead-Handel steigen die Strompreise. Deutschen Grundlaststrom gibt es aktuell für 3,59 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Französischer Strom notiert bei 3,6 Cent je kWh und ist mit 0,5 Prozent nur geringfügig teurer als sein deutsches Pendant.

Nachdem die Preise zur Emission einer Tonne CO2 am gestrigen Tag bei knapp unter 7 Euro lagen, sind sie heute wieder um 1,7 Prozent gesunken. Damit kostet das Recht zur Emission einer Tonne CO2 derzeit 6,84 Euro.

Sonne und Wind erzeugen gemeinsam Strom mit knapp 25.000 MW Leistung

Die Sonne strahlt weiter über ganz Deutschland und zudem kommt noch ein wenig mehr Wind hinzu. Damit können die beiden erneuerbaren Energieträger ihren Anteil an der Stromversorgung zur Mittagszeit auf 35 Prozent ausbauen. Die solare Strahlungsenergie liefert mit 21.600 MW Leistung den Großteil der knapp 24.800 MW aus Wind und Sonne. Die restlichen 3.200 stammen aus der Stromproduktion der deutschen Windkraftanlagen. Dadurch wird das zusätzliche Hochfahren von konventionellen Kraftwerken zur nachfragestarken Mittagszeit vermieden. Diese Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke produzieren gemeinsam Strom mit einer Leistung von 46.100 MW. Ohne Wind und Sonne müsste die gesamte zur Mittagszeit nachgefragte Leistung in Höhe von 70.900 MW aus konventionellen Kraftwerken gedeckt kommen.

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