13.11.2014, 13:21 Uhr

RENIXX freundlich, DAX fester: Nordex hebt Prognose, Ormat erholt – RWE und E.ON nach Zahlen größte DAX-Verlierer

Münster – Zahlen bestimmen den Verlauf der Kurse sowohl im RENIXX World als auch im DAX. Während der internationale Index für erneuerbare Energien RENIXX nur leicht um 0,1 Prozent auf 381,86 Punkte zulegt, geht es für den deutschen DAX immerhin um 0,8 Prozent auf 9.283 Punkte bergauf. Im Fokus stehen Nordex sowie die Versorger RWE und E.ON.

Der RENIXX pendelt am Vormittag bislang unentschlossen zwischen 380 und 383 Punkten und damit auf dem Niveau des Vortages. Der DAX legt etwas deutlicher zu. Beide Indizes haben am Vortag kräftig verloren und können diese Verluste nur teilweise ausgleichen. Der Euro legt um 0,3 Prozent auf 1.246 US-Dollar zu, der Goldpreis sinkt um 0,3 Prozent auf 1.162 US-Dollar je Feinunze.

Nordex hebt die Prognose

Im RENIXX zählt die Nordex-Aktie mit einem Kursplus von 3,1 Prozent auf 14,84 Euro zu den gefragtesten Papieren. Der Windkraftanlagen-Produzent hat die Anleger mit den Quartalszahlen überzeugt. Nun sollen Umsatz und Marge der neuen Unternehmensprognose zufolge auch im Gesamtjahr etwas höher ausfallen. Besser als die Nordex-Aktie performen am Donnerstagvormittag nur Hanergy Thin Film (+5,3 Prozent, 0,18 Euro) und Ormat (+3,9 Prozent, 21,52 Euro). Die Ormat-Aktie gleicht damit einen Teil der Vortagesverluste (-9,5 Prozent) wieder aus.

Ergebnisse bei RWE und E.ON verschlechtern sich

Im DAX stehen die Versorger unter Beobachtung. RWE (-2,6 Prozent, 26,76 Euro) hat seine Zahlen heute, E.ON (-0,8 Prozent, 12,98 Euro) gestern vorgelegt. Die Ergebnisse der beiden Energiekonzerne sinken, auch wenn das Ebitda weiter mit mehreren Milliarden Euro im Plus steht. Bei RWE hat sich insbesondere das nachhaltige Nettoergebnis um 60 Prozent verschlechtert. Diese Kennziffer ist für die Dividendenhöhe relevant.

Ölpreise entspannen sich

Die Rohölpreise geben leicht nach. Ein Fass der US-Rohölsorte WTI wird für rund 76,70 US-Dollar gehandelt (-0,1 Prozent). Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent verbilligt sich im Handel am Donnerstagvormittag um 0,3 Prozent auf 80,30 US-Dollar. Das sind jedoch rund zwei Dollar weniger als noch am Mittwochmittag. Der Heizölpreis sinkt um nicht einmal 0,1 Prozent auf 73,9 Cent pro Liter (inkl. MWSt bei Abnahme von 3.000 Litern). Die Preise an den Tankstellen bleiben weiter stabil. Ein Liter Diesel kostete am gestrigen Mittwoch im Bundesdurchschnitt 1,305 Euro, also 0,2 Cent weniger als noch am Dienstag. Der Super-E10-Preis ist um 0,1 Cent auf 1,433 Euro pro Liter gesunken.

Börsenstrom-Preise sinken

Die Strompreise in Deutschland und Frankreich sinken im Day-ahead-Handel der Energiebörse am heutigen Donnerstag. Der Preis für Strom zur Lieferung am morgigen Freitag fällt in Deutschland um gut 15 Prozent auf 3,66 Cent je Kilowattstunde (kWh). In Frankreich geht der Preis ebenfalls runter, und zwar auf 3,93 Cent pro kWh (-9 Prozent).

Bis zu 3.000 MW Solarleistung

Die beiden erneuerbaren Energiequellen Sonne und Wind tragen am heutigen Donnerstag gegen Mittag mit einer Leistung von rund 3.600 MW zur Stromerzeugung in Deutschland bei. Dabei kommt die Windenergie auf eine Leistung von ca. 600 MW und die Solarenergie auf 3.000 MW. So decken Wind- und Sonnenenergie den Spitzenstrombedarf zur Mittagszeit zu etwa sechs Prozent ab. Die konventionellen Kraftwerke liefern am Mittag Strom mit einer Leistung von etwa 52.600 MW. Die Daten der EEX für konventionelle Kraftwerke beziehen sich dabei nur auf Kraftwerke ab einer Größe von 100 MW.

Mehr Neues und Interessanten rund um Aktien, Börse und Wirtschaft:


© IWR, 2014