30.04.2014, 12:55 Uhr

RENIXX im Plus: Hanergy gefragt, Vestas legt mit Jordanien-Projekt zu – Suzlon verlieren ebenso wie Meyer Burger

Münster – Die Indizes zeigen sich an den Kapitalmärkten heute stabil. Während der RENIXX World im Vormittagshandel leicht zulegen kann, gibt der DAX geringfügig nach. Der RENIXX gewinnt rd. 0,4 Prozent und steht bei 363,70 Punkten, der DAX verbucht ein Minus von 0,05 Prozent und notiert bei 9.579 Punkten.

Die Anleger befinden sich in Lauerstellung und warten vor allem auf die Resultate der US-Notenbank FED, die am Abend erwartet werden. Bis dahin gehen Beobachter von einer weiteren Seitwärtsbewegung aus. Der Eurokurs kann leicht auf 1,3832 US-Dollar zulegen. Der Goldpreis gibt dagegen um 0,4 Prozent nach, die Feinunze wird derzeit mit 1.292 US-Dollar gehandelt.

Hanergy wieder in Front – Vestas-Projekt in Jordanien

Im RENIXX sind erneut die Anteilsscheine von Hanergy gefragt. Die Aktie verzeichnet ein Kursplus von rd. 4,6 Prozent, und notiert bei rd. 0,12 Euro. Daneben stehen die Papiere von Vestas (+2,9 Prozent, 31,63 Euro) und China High Speed Transmission (+2,8 Prozent, 0,49 Euro) im Fokus der Anleger. Vestas meldete den Baubeginn eines Projektes in Jordanien. Am Indexende finden sich aktuell Suzlon mit einem Minus von 5,7 Prozent wieder, Kurs 0,54 Euro. Auf den weiteren Verliererrängen folgen Meyer Burger (-4,5 Prozent, 8,85 Euro) und GCL Poly Energy (-2,3 Prozent, 0,21 Euro). Wie Meyer Burger bekannt gab, wurde auf der ordentlichen Generalversammlung des Unternehmens gestern allen Anträgen des Verwaltungsrats mit deutlicher Mehrheit zugestimmt

Im DAX notieren derzeit K+S an der Spitze im Plus (+1,2 Prozent, 24,87 Euro). Analysten sehen bei der Aktie ein Kaufsignal. Als weitere Gewinner folgen Volkswagen (+1,0 Prozent, 194,30 Euro) und ThyssenKrupp (+1,0 Prozent, 20,52 Euro). Aktuelle Tagesverlierer sind dagegen die Papiere der Münchener Rück (-2,4 Prozent, 165,95 Euro), dahinter folgen Lufthansa (-2,2 Prozent, 18,14 Euro) Daimler (-1,8 Prozent, 66,59 Euro).

Strompreise sinken zum Feiertag stark

Die Börsen-Strompreise gehen heute vor dem Mai-Feiertag wieder in den Keller. Französischer Strom kostet im day-ahead-Handel für die Lieferung am morgigen Donnerstag nur 2,14 Cent pro Kilowattstunde (kWh), was einem Rückgang von über 40 Prozent entspricht. Deutscher Strom ist knapp 37 Prozent günstiger geworden und aktuell für 2,29 Cent pro kWh zu bekommen. Damit ist französischer Strom weiterhin billiger als das deutsche Pendant.

Kurz vor dem Feiertag sinken auch die Preise für Rohöl. Die US-Sorte WTI kostet am Mittwochmittag rund 100,30 US-Dollar (-0,7 Prozent) pro Barrel. Der Preis der Nordseeölsorte Brent bleibt unter der 110-US-Dollar-Marke und notiert aktuell bei etwa 108,40 US-Dollar (-0,5 Prozent). Der Heizölpreis hingegen steigt wieder leicht und knackt die 80-Cent-Marke. Den Liter gibt es derzeit für 80,3 Cent pro Liter (inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern). Das entspricht einer Preissteigerung von etwa 0,5 Prozent. Am Dienstag durften sich Autofahrer an deutschen Tankstellen weiter über sinkende Preise freuen, nachdem der Spritpreis am Wochenende wie üblich gestiegen war. Der bundesweite Durchschnittspreis für Diesel betrug am gestrigen Dienstag 1,371 Euro pro Liter. Das sind rund 0,3 Prozent weniger als noch am Sonntag. Der Preis für einen Liter Super E10 lag nahezu unverändert bei 1,530 Euro.

Stromerzeugung vor allem aus Solarenergie

Die Bedingungen für die Produktion von Strom durch die Windenergie sind auch heute zur Mittagszeit in Deutschland nicht optimal. Der Wind bleibt weiterhin nahezu aus, sodass die Windenergie lediglich Strom mit einer Leistung von 500 MW einspeist. Dagegen werden die Solaranlagen am Dienstagmittag voraussichtlich mit knapp 10.200 Megawatt (MW) Leistung am Netz sein und Strom liefern. Zusammen stellen die Wind- und Solaranlagen knapp ein Fünftel der benötigten Leistung am Mittag (18,2 Prozent) zur Verfügung.

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