09.05.2014, 13:23 Uhr

RENIXX im Plus: Vestas und Gamesa mit schwarzen, Rec Silicon mit roten Zahlen

Münster – Der internationale Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World kann Freitagvormittag leicht um 0,1 Prozent auf 359,69 Punkte zulegen. In der Regenerativen Energiewirtschaft kommen derzeit fast täglich neue Quartalsergebnisse der Unternehmen auf den Tisch. Am Freitag sind Vestas und Rec Silicon an der Reihe, am Donnerstagabend hat Gamesa seine Bücher geöffnet.

Während die Anteilsscheine der Windenergieanlagen(WEA)-Hersteller in der Folge zulegen und den RENIXX stützten, kommen die Solaraktien weniger gut weg. Unterdessen muss der DAX einige Punkte abgeben (-0,3 Prozent, 9.575 Punkte). Am Vortag hatten die Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi den DAX noch beflügelt (+0,9 Prozent) und gleichzeitig den Eurokurs nach unten gedrückt. Grund ist die von Draghi genährte Aussicht auf eine weitere Lockerung in Sachen Geldpolitik. Am Freitagvormittag gibt der Euro um weitere 0,3 Prozent auf 1,380 US-Dollar nach. Der Goldpreis legt um 0,2 Prozent auf 1.291 UDS-Dollar je Feinunze zu.

Vestas und Gamesa überzeugen

Neben GCL-Poly Energy (+4,9 Prozent, 0,194 Euro) sind mit Vestas (+4,6 Prozent, 35,21 Euro), Suzlon (+4,6 Prozent, 0,569 Euro), Nordex (+3,4 Prozent, 12,84 Euro) und Gamesa (2,1 Prozent, 8,01 Euro) vier WEA-Produzenten die größten Gewinner im RENIXX. Vestas aus Dänemark und Gamesa aus Spanien haben aktuelle Quartalszahlen vorgelegt: Danach hat es Vestas wieder in die Gewinnzone geschafft und einen Nettogewinn von zwei Millionen Euro ausgewiesen (Q1 2013: -151 Mio. Euro). Gamesa erreichte bei der gleichen Kennzahl sogar 14 Mio. Euro, was einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Hingegen schreibt der auf Solarsilizium spezialisierte Rec Silicon (-9,7 Prozent, 0,372 Euro) weiter rote Zahlen.

Im DAX sind Commerzbank-Aktien (-2,8 Prozent, 11,69 Euro) am Indexende zu finden. Am Mittwoch hatte die Großbank seine Hauptversammlung abgehalten. Eine Dividende wurde nicht ausgeschüttet. Gefragt sind hingegen K+S (+1,1 Prozent, 24,47 Euro). Auch RWE (+0,4 Porzent, 27,76 Euro) legen nach einem Analystenlob zu. Das US-Analysehaus Bernstein Research hat RWE mit "Outperform" und einem Kursziel von 34 Euro in die Bewertung aufgenommen.

Rohöl wird teurer - Strompreise fallen zum Wochenende

Zum Wochenende notieren die Rohölpreise wieder über der 100-Dollar-Marke. Im Handelsverlauf am Freitag steigt der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI bislang um 0,7 Prozent auf etwa 100,30 US-Dollar. Der Preis der Nordseeölsorte WTI liegt gegen Mittag bei 108,90 US-Dollar (+0,8 Prozent). Der Heizölpreis steigt gegenüber Donnerstag ebenfalls auf 80,1 Cent pro Liter (inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern). Das entspricht einem Preiszuwachs von etwa 0,6 Prozent. Autofahrer durften sich freuen, dass am Donnerstag sowohl der Durchschnittspreis für Diesel als auch für Super E10 um 0,7 Prozent gesunken war. Der Diesel-Durchschnittspreis betrug 1,354 Euro pro Liter. Für 1,509 Euro war der Liter Super E 10 an den Tankstellen zu bekommen.

Die französischen und deutschen Strompreise fallen zum Wochenende stark ab. Der französische Strompreis durchbricht sogar die Zwei-Cent-Marke nach unten. Im day-ahead-Handel der Strombörse kostet eine Kilowattstunde (kWh) 1,79 Cent, was einer Preisminderung von über 20 Prozent entspricht. Deutscher Strom wird auch um über 20 Prozent günstiger und ist derzeit für 2,20 Cent pro kWh zu bekommen. Der Preis zur Berechtigung zur Emission einer Tonne CO2 steigt zum Wochenende. Derzeit notiert das CO2-Zertifikat im EU-Emissionshandel bei 5,14 Euro (+1,2 Prozent).

Wind- und Solaranlagen erneut mit 40-Prozent-Anteil an der Stromversorgung

Trotz der sich immer stärker zuziehenden Wolkendecke sind Solaranlagen in Deutschland am Mittag voraussichtlich mit mehr als 11.300 Megawatt (MW) am Netz. Auch die Windanlagen produzieren Strom mit einer Leistung von rund 14.400 MW Leistung. Zusammen kommen die Wind- und Solarenergie so auf 25.700 MW. Wie am Vortag stellen die beiden erneuerbaren Energieträger fast 40 Prozent der benötigten Gesamtleistung (Betrachtung beschränkt sich auf Wind-, Solarenergie sowie konventionelle Kraftwerke > 100 MW).

Weitere News / Infos zum RENIXX und zu Wirtschafts-, Finanz- und Börsenthemen:

RENIXX World: Kurse und Charts, Börsen-Stammdaten, Historie ab 2002


© IWR, 2014