15.09.2014, 13:15 Uhr

RENIXX leichter, DAX knapp behauptet: Nordex sehr schwach – Streik belastet Lufthansa-Aktie

Münster – Der RENIXX World tendiert am Montagvormittag leichter und notiert gegen Mittag bei rund 430 Punkten (-1,0 Prozent). Der DAX gibt nur minimal nach (-0,1 Prozent, 9.643 Punkte). Zu den größten Verlierern im RENIXX zählt auch die Nordex-Aktie. Eine fundamentale Erklärung ist jedoch nicht zu finden.

Die Anleger zeigen sich am Aktienmarkt angesichts wichtiger Ereignisse in dieser Woche wie das Schottland-Referendum oder die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed zunächst zurückhaltend. Am Devisenmarkt notiert der Eurokurs am Vormittag etwas leichter bei 1,293 US-Dollar. Der Goldpreis ist bislang um 0,3 Prozent auf 1.235 US-Dollar je Feinunze gestiegen.

Nordex größter RENIXX-Verlierer

Der größte Verlierer im RENIXX ist der deutsche Windkraftanlagen-Hersteller Nordex (-4,8 Prozent, 13,28 Euro). Neue Unternehmensnachrichten gibt es seit dem gelungen Markteintritt in Litauen aus der letzten Woche nicht. Technische Analysten sprechen jedoch von "neuen Verkaufssignalen" für die Nordex-Aktie. Neben Nordex verlieren im RENIXX vor allem die Anteile von Goldwind (-3,6 Prozent, 1,25 Euro), Fuelcell Energy (-3,3 Prozent, 1,83 Euro) und Shunfeng Photovoltaic (-2,6 Prozent, 0,88 Euro). Mehr als ein Prozent gewinnen können am Montag bislang nur die Titel des chinesischen Solarunternehmens GCL-Poly Energy (+1,1 Prozent, 0,28 Euro).

An der Spitze des DAX sind derzeit Adidas (+0,9 Prozent, 57,60 Euro), BMW (+0,5 Prozent, 89,89 Euro) und Fresenius (+ 0,5 Prozent, 54,74 Euro) zu finden. Größter Verlierer im DAX ist das Wertpapier von Lufthansa (-1,7 Prozent, 13,29 Euro). Die Piloten haben für Dienstag einen weiteren Streik vor allem für Langstreckenflüge angekündigt. Die Titel der Deutschen Post (-1,5 Prozent, 25,02 Euro) und Infineon (-1,2 Prozent, 8,91 Euro) verlieren ebenfalls mehr als ein Prozent.

Französischer Strom knackt 4-Cent-Marke

Zum Wochenstart steigen die Strompreise im Day-ahead-Handel wie üblich an. So klettert der Preis in Deutschland um rund 26,7 Prozent auf 3,8 Cent je Kilowattstunde (kWh). Auch französischer Strom wird teurer: Der Preis steigt um rund 37 Prozent auf rund 4,1 Cent pro kWh und damit auf den höchsten Stand seit Juni. Der Preis für ein CO2-Zertifkat, das zur Emission einer Tonne CO2 berechtigt, ist hingegen gesunken. Derweil notiert das Zertifikat bei 5,96 Euro (-2,0 Prozent).

Die amerikanische Rohölsorte WTI liegt zum Beginn dieser Woche bei 91,30 Dollar (-1,1 Prozent). Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sinkt um etwa 1,4 Prozent und notiert derweil bei etwa 97,80 US-Dollar. Der Heizölpreis fällt zum Wochenstart um 0,8 Prozent auf 78,9 Cent (inkl. MWSt, bei Abnahme von 3.000 Litern) pro Liter. Die Spritpreise sind am Wochenende wieder gestiegen. Am Sonntag lag der Preis für einen Liter Diesel an den Tankstellen in Deutschland im Schnitt bei 1,364 Euro (+0,6 Prozent). Auch der Preis für Super E10 stieg um 0,5 Prozent auf 1,525 Euro pro Liter.

Weniger Windstrom, mehr Solar

Am Montag scheint die Sonne wieder kräftiger und es gehen am Mittag Solaranlagen mit einer Leistung von rund 11.700 Megawatt (MW) ans Stromnetz. Die Windenergieanlagen beteiligen sich mit einer Leistung von rd. 2.800 MW an der Stromproduktion zur Spitzenlastzeit. Zusammen produzieren diese beiden erneuerbaren Energien Strom mit einer Leistung von 14.500 MW. Damit decken sie fast 24 Prozent des gesamten Strombedarfs zur Mittagszeit. Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke sind gegen Mittag mit einer Leistung von 46.600 MW am Netz. Ohne Wind- und Sonnenenergie müssten konventionelle Kraftwerke zur Bedarfsdeckung rund 61.100 MW Strom erzeugen.

Weitere Infos und Meldungen zum Thema:

Zum aktuellen RENIXX-Chart


© IWR, 2014