01.10.2014, 13:31 Uhr

RENIXX leichter: Sunedison plant weitere Yieldco – Vestas meldet Aufträge – Suzlon-Aktie haussiert

Münster – Der internationale Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World gibt am Mittwochvormittag nach. Bislang fällt der Branchen-Index um etwa 0,4 Prozent auf 406,33 Punkte zurück. Beim Solarprojektierer Sunedison kommen die aktuellen Pläne des Unternehmens an der Börse nicht gut an.

Der DAX kann hingegen minimal zulegen (+0,1 Prozent, 9.483 Punkte). Mehr scheint aufgrund schwacher Vorgaben aus den USA und Japan momentan nicht möglich. Mit Interesse beobachten die Börsianer den Börsengang von Zalando (aktueller Kurs 22,50 Euro, Emissionspreis 21,50 Euro). Der Euro tendiert etwas schwächer (-0,2 Prozent, 1,260 US-Dollar). Der Goldpreis kann hingegen leicht zulegen (+0,4 Prozent) und liegt aktuell bei 1.209 US-Dollar je Feinunze.

Sunedison plant Yieldco-IPO

Größter Verlierer im RENIXX ist das Wertpapier des US-Solarprojektierers Sunedison (-4,1 Prozent, 14,86 Euro). Das Unternehmen hatte angekündigt, eine Tochtergesellschaft in Form einer Yieldco an die Börse zu bringen, die sich insbesondere auf junge Solarmärkte in Asien und Afrika konzentriert. Offenbar kommen die Pläne bei den Aktionären nicht gut an. Zudem berichtete Sunedison über ein neues Großprojekt in Jordanien. Auch GCL-Poly Energy (-3,7 Prozent, 0,263 Euro) und Plug Power (-2,6 Prozent, 3,58 Euro) geben kräftig nach. Vestas meldet zwei neue Aufträge aus Schweden und Uruguay. Der Aktie hilft das aber nicht, denn sie verliert 0,3 Prozent auf 30,75 Euro. Die in den letzten Handelstagen stark verprügelte Aktie von Suzlon kann heute kräftig zulegen (+26,9 Prozent, 0,839 Euro) und gleicht etwa die Hälfte der jüngsten Verluste wieder aus.

Der größte Gewinner im DAX ist Adidas (+3,0 Prozent, 61,04 Euro). Der deutliche Kursgewinn ist auf einen geplanten Aktienrückkauf in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Euro zurückzuführen. Über ein Prozent können weiterhin noch Fresenius (+1,4 Prozent, 39,74 Euro) und Merck (1,4 Prozent, 74,03 Euro) zulegen. Die größten Verlierer im DAX sind aktuell ThyssenKrupp (-1,5 Prozent, 20,47 Euro), Lufthansa (-1,1 Prozent, 12,37 Euro) und Deutsche Börse (-1,1 Prozent, 52,77 Euro). Lufthansa bezifferte heute den Schaden der jüngsten Streiks auf etwa 60 Mio. Euro.

Ölpreis erholt sich nach Absturz

Der Ölpreis war am Dienstag eingebrochen. Brent-Öl war um 2,4 Prozent und WTI-Öl sogar um mehr als drei Prozent gesunken. Im Handel am Mittwoch erholen sich die Ölpreise wieder ein wenig. Ein Barrel der US-Ölsorte WTI legt um 0,2 Prozent auf etwa 91,60 US-Dollar zu und die Nordsee-Sorte Brent kostet aktuell etwa 94,90 US-Dollar pro Fass (+0,1 Prozent). Der Heizölpreis entspannt sich wieder. Ein Liter ist aktuell für 78,9 Cent zu haben (inkl. MWSt, bei Abnahme von 3.000 Litern). Auch an den Tankstellen geben die Preise ein wenig nach: So kostete der Liter Diesel im Bundesdurchschnitt am Dienstag 1,341 Euro (-0,2 Prozent), während Benzin (Super E10) für 1,502 Euro pro Liter getankt werden konnte (-0,2 Prozent).

An der Strombörse geben die Preise nach: Im Day-ahead-Handel zur Lieferung am morgigen Donnerstag (02.10.2014) kostet der Strom in Deutschland 4,64 Cent je Kilowattstunde (kWh). Das sind 3,7 Prozent weniger als am Vortag. Der Preisrückgang ist bei französischem Strom noch größer. Die kWh verbilligt sich dort um knapp neun Prozent auf 4,85 Cent, ist aber immer noch teurer als der deutsche Strom. CO2-Zertifikate werden hingegen teurer und kosten aktuell 5,77 Euro pro Tonne CO2 (+1,4 Prozent).

Strom: Solaranlagen mit über 10.000 MW Leistung produktiv

Bei der regenerativen Stromversorgung in Deutschland spielen zur Spitzen-Stromnachfrage am Mittag vor allem die Solaranlagen eine Rolle. Es wird eine Solarleistung von etwa 10.800 MW erwartet. Im Gegensatz dazu fällt der Beitrag der Windenergie mit einer Leistung von etwa 950 MW recht überschaubar aus. Zusammen kommen Wind und Solar auf knapp 11.800 MW und decken damit am Mittag etwa 19 Prozent der gesamten Stromnachfrage in Deutschland ab.

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