28.02.2014, 13:21 Uhr

RENIXX leichter: Suzlon holt auf, Nordex und Gamesa schaffen Turnaround – RWE trotz Bericht über Milliarden-Verlust im Plus

Münster – Der RENIXX gibt im Handel am Freitag bislang um 0,2 Prozent auf 393,32 Punkte nach. Die Serie von zuvor fünf Handelstagen mit Gewinnen in Folge könnte möglicherweise heute abreißen. Der DAX kann im Gegensatz zum RENIXX um 0,3 Prozent auf 9.612 Punkte zulegen.

Unternehmenszahlen stehen im Mittelpunkt: Nordex hat 2013 wieder schwarze Zahlen schreiben können. Im DAX sorgt die Nachricht über Milliarden-Verluste bei RWE für Unruhe. Offizielle Zahlen will der Konzern in der kommenden Woche vorlegen. Am Devisenmarkt steigt der Eurokurs um 0,6 Prozent auf 1,379 US-Dollar. Die Feinunze Gold stagniert bei 1.331 US-Dollar.

Nordex und Gamesa schreiben wieder schwarze Zahlen

Die beiden Windenergieanlagen-Hersteller Nordex (+4,6 Prozent, 11,28 Euro) und Gamesa (+1,4 Prozent 8,00 Euro) haben ihre Quartalszahlen vorgelegt. Beide meldeten wieder schwarze Zahlen für das abgelaufene Gesamtjahr. Gamesa hat aus einem Nettoverlust in Höhe von 659 Mio. Euro, der noch 2012 zu Buche stand, einen Nettogewinn von 54 Mio. Euro gemacht. Bei Nordex wurde aus einem 2012er EBIT–Verlust in Höhe von -61 Mio. Euro ein EBIT-Gewinn von +44 Mio. Euro in 2013.

Spiegel Online meldete unter Berufung auf Aufsichtsratskreise, dass der Essener Energiekonzern RWE für 2013 einen Verlust in Höhe von knapp drei Milliarden Euro ausweisen werde. Die offiziellen Zahlen will RWE am 4. März vorlegen. Im Handel am Freitag belastet die Vorab-Meldung bei Spiegel die Aktie nur wenig. Das Papier legt bis zum Mittag sogar um 0,1 Prozent auf 28,97 Euro leicht zu. Größter DAX-Gewinner ist Fresenius Medical Care (+1,6 Prozent, 49,36 Euro).

CO2-Preise klettern wieder

Die Preise für CO2-Zertifikate haben sich nun endgültig vom Preissturz zu Wochenanfang erholt. Nach einem Zuwachs um satte 5,3 Prozent kostet eine Berechtigung zur Emission einer Tonne CO2 aktuell 6,79 Euro. Die deutschen und französischen Strompreise driften heute auseinander. Der französische Strompreis stagniert im day-ahead-Handel und notiert wie am Vortag bei. Deutscher Grundlaststrom sinkt zum Wochenende auf um rund 18 Prozent auf 4,17 Cent je Kilowattstunde (kWh).

Nach der gestrigen Preissteigerung sinkt der Preis für Heizöl wieder und notiert derzeit bei 80,7 Cent pro Liter (inkl. MWST, bei Abnahme von 3000 Litern). Im Gegensatz dazu steigt der Preis die US-Rohölsorte WTI um 0,1 Prozent auf etwa 102,40 US-Dollar pro Barrel. Die Nordseesorte Brent verzeichnet einen moderaten Preisrückgang um 0,2 Prozent und kostet derzeit 108,70 US-Dollar pro Barrel. Die Spritpreise an den deutschen Tankstellen sind am Donnerstag im Vergleich zum Vortag minimal gestiegen. Für einen Liter Super Benzin (E10) mussten die Autofahrer an den Tankstellen im Schnitt 1,49 Euro zahlen. Diesel verteuert sich um 0,3 Prozent auf 1,37 Euro je Liter.

Schwacher Wind: Wind- und Solaranlagen liefern rund 12.700 MW

Ein weitestgehend klarer Himmel über Deutschland ermöglicht zur Mittagszeit einen Beitrag der Solaranlagen zur Stromerzeugung in Höhe von fast 10.000 Megawatt (MW). Die Windenergieanlagen steuern heute nur knapp 3.000 MW bei. Zusammen kommen die beiden erneuerbaren Energien auf eine Leistung von 12.700 MW und verhindern damit ein zusätzliches Hochfahren der konventionellen Kraftwerke.

Weitere Infos und Meldungen zum Thema:

RENIXX World in der Übersicht


© IWR, 2014