15.05.2014, 13:34 Uhr

RENIXX noch im Minus, DAX markiert Rekordhoch - GT Advanced und First Solar schwach – Plug Power holen auf nach Kursabsturz wegen Q1-Zahlen

Münster – Der RENIXX World hat am Donnerstagmorgen zunächst kräftig bis auf 368,6 Punkte verloren, konnte aber im Laufe des Vormittags wieder an Boden gewinnen. Inzwischen notiert der Aktienindex für die Regenerative Energiewirtschaft bei 370,88 Punkten, das entspricht einem Minus von 0,4 Prozent.

Der DAX hat am Morgen zunächst bei 9.810,29 Punkten ein neues Allzeithoch markiert, bevor der Index wieder auf Ausgangsniveau bei 9.750 Punkten zurückgefallen ist. Den DAX stützen u.a. positive Konjunkturnachrichten: Das BIP in Deutschland ist im ersten Quartal 2014 gegenüber dem Vorquartal um 0,8 Prozent gestiegen. Experten hatten im Schnitt mit weniger gerechnet. Am Devisenmarkt fällt der Eurokurs um 0,4 Prozent auf 1,366 Euro. Der Goldpreis gibt minimal um 0,1 Prozent auf 1.304 US-Dollar je Feinunze nach.

Plug Power leicht erholt

Nach der Vorlage verlustreicher Quartalszahlen war die Aktie des Brennstoffzellen-Spezialisten Plug Power im Handel am Mittwoch mit ein Kursminus von gut elf Prozent mit Abstand größter Verlierer. Am Donnerstagvormittag kann das Wertpapier um 2,5 Prozent auf 2,84 Euro zulegen und damit zumindest einen kleinen Teil der Vortagesverluste wieder aufholen. Am RENIXX-Ende sind die US-Solartitel von GT Advanced Technologies (-2,8 Prozent, 9,92 Euro) und First Solar (-2,5 Prozent, 44,68 Euro) zu finden.

Im DAX sind vor allem die Aktien von der Deutschen Telekom (+1,6 Prozent, 13,07 Euro) und vom Gas-Spezialisten Linde (+1,5 Prozent, 153,30 Euro) gefragt. Besonders schwach tendieren die Anteilsscheine der Deutschen Post (-3,4 Prozent, 26,70 Euro). Das Unternehmen hat die Quartalszahlen veröffentlicht. Zwar stieg das Ebitda auf 807 Mio. Euro, doch die Analysten hatten mehr erwartet.

CO2-Zertifikate rutschen wieder unter die 5-Euro-Marke

An den Tankstellen in Deutschland haben sich die Benzin- und Diesel-Preise gestern kaum verändert. Am Mittwoch lag der durchschnittliche Preis für einen Liter Diesel bei rund 1,36 Euro je Liter (+0,1 Prozent). Auch der Preis für einen Liter Super E-10 blieb konstant bei rund 1,51 Euro je Liter. Der Heizölpreis steigt am achten Tag in Folge. Aktuell kostet ein Liter 81,2 Cent (inkl. MWST, bei Abnahmen von 3.000 Litern). Wie bei den Benzinpreisen sind auch die Rohölpreise an den Märkten nahezu unverändert. WTI-Öl notiert momentan bei etwa 101,40 US-Dollar je Barrel (-0,1 Prozent) und Brent bei 109,20 US-Dollar je Barrel Öl (-0,1 Prozent).

Nachdem am Mittwoch ein EU-Zertifikat zur Berechtigung der Emission einer Tonne CO2 noch 5,23 Euro kostete, ist der Preis am heutigen Donnerstag um rund neun Prozent auf 4,74 Euro abgefallen. Die 5-Euro-Marke wurde dadurch erstmals seit über einem Monat wieder unterschritten. Der deutsche und der französische Strompreis sind im day-ahead Handeln weiterhin fast gleich hoch. Nach einer Preissenkung von rund 14,1 Prozent notiert der deutsche Strompreis bei 3,24 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Der französische Strom landet nach einem Rückgang um 14,6 Prozent bei 3,22 Cent pro kWh.

Weniger Windenergie als in den vergangenen Tagen

Die PV-Anlagen liefern heute zur Mittagszeit voraussichtlich Strom mit einer Leistung von rund 14.200 Megawatt (MW), während die Windkraft im Gegensatz zum Vortag wieder nachlässt und mit rund 5.000 MW an der Stromerzeugung beteiligt ist. Mit einer Gesamtleistung von 19.200 MW decken die beiden erneuerbaren somit zur nachfrageintensiven Mittagsspitze fast ein Drittel des Strombedarfs in Deutschland. Daher müssen keine zusätzlichen konventionellen Kraftwerke hochgefahren werden.

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