03.07.2014, 13:32 Uhr

RENIXX seitwärts, DAX aufwärts: Enel GP, Jinkosolar und Nordex unter den Gewinnern – Goldman Sachs hebt Kursziel für RWE-Aktie

Münster – Im Aktienhandel am Donnerstagvormittag bewegt sich der RENIXX World seitwärts (+0,06 Prozent, 416,71 Punkte), wohingegen der deutsche DAX sich um 0,6 Prozent spürbar auf 9.973 Punkte verbessern kann.

Am Nachmittag werden US-Arbeitsmarktzahlen erwartet. Finanzexperten spekulieren im Vorfeld darüber, dass diese Zahlen besser als erwartet ausfallen und so den Aktienkursen weiteren Auftrieb verleihen könnten. Der Eurokurs verharrt am Donnerstag bislang bei 1,365 US-Dollar und der Goldpreis gibt um 0,7 Prozent auf 1.321 US-Dollar je Feinunze nach.

Goldman Sachs setzt auf Windenergie bei RWE

Im RENIXX zählen u.a. die Aktien von Enel Green Power aus Italien (+2,0 Prozent, 2,13 Euro), Jinkosolar (+1,2 Prozent, 22,09 Euro) und Nordex (+0,9 Prozent, 16,20 Euro) zu den Gewinnern. An der Spitze ist jedoch der auf Dünnschicht-Technologie spezialisierte chinesische Solar-Hersteller und -Ausrüster Hanergy Solar mit einem Kursplus von 16,4 Prozent auf 0,121 Euro zu finden.

Die DAX-Gewinnerliste wird von K+S (+2,5 Prozent, 24,68 Euro) und RWE (+1,9 Prozent, 32,76 Euro) angeführt. Die Analysten von Goldman Sachs haben ihre Kaufempfehlung für die RWE-Aktie bestätigt und das Kursziel von 36 auf 37 Euro angehoben. Die Fertigstellung zweier Windenergieprojekte von RWE in Deutschland sowie im Vereinigten Königreich ab 2015 sei ein wichtiger Bestandteil der Gewinnprognose. RWE hatte am Dienstag über Fortschritte bei den Offshore-Projekte Gwynt y Môr und Nordsee Ost berichtet.

CO2-Zertifikate erreichen Sechs-Euro-Marke

Am Donnerstagvormittag ist es ruhig an den Rohölmärkten: Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI konstant bei 104,20 US-Dollar. Der Preis der Nordseesorte Brent fällt hingegen leicht um 0,2 Prozent auf etwa 110,80 US-Dollar je Barrel. Der bundesweite Durchschnittspreis für Diesel betrug am Mittwoch 1,373 Euro pro Liter und war somit um knapp 0,2 Prozent günstiger als am Vortag. Für einen Liter Super mussten im Schnitt 1,552 Euro (+0,9 Prozent) bezahlt werden. Mit 80,3 Cent pro Liter (inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern) verbilligt sich das Heizöl im Vergleich zum Vortag um 0,5 Prozent.

Im day-ahead-Handel der Strombörse für Elektrizität zur Lieferung am morgigen Freitag sinkt der Preis für eine Kilowattstunde (kWh) deutschen Stroms um rund vier Prozent auf 3,19 Cent Auch für den französischen Strompreis geht es abwärts. Er fällt um knapp neun Prozent auf 2,99 Cent pro kWh und damit unter die 3-Cent-Marke. Der Preis eines CO2-Zertifikates, das zur Emission einer Tonne CO2 berechtigt, kostet aktuell knapp 6 Euro (+0,5 Prozent) und setzt damit seinen Aufwärtstrend der vergangenen Handelstage fort.

Viel Sonnenschein sorgt für 23.300 MW Solarleistung

Zur Mittagszeit steigt die Stromnachfrage auf eine Spitzenlast von rund 69.200 Megawatt (MW). Dabei sorgt die starke Sonneneinstrahlung für eine PV-Leistung von 23.300 MW. Die Windenergie trägt lediglich mit rund 3.300 MW zur Deckung der mittäglichen Stromnachfrage bei. Die restlichen rund 42.600 MW Leistung werden durch die konventionellen Kraftwerke abgedeckt. Die erneuerbaren Energien liefern zusammen folglich Strom mit rund 26.600 MW Leistung, was etwa 38 Prozent der gesamten benötigten Stromleistung entspricht.

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