02.07.2014, 13:05 Uhr

RENIXX treibt seitwärts: Ormat, Plug Power und Vestas zählen zu den Gewinnern – Ballard Power schwach

Münster – Noch ist unklar, ob beim RENIXX World Aktienindex im Handel am Mittwoch die Bullen oder Bären die Oberhand behalten werden. Das internationale Börsenbarometer für die Regenerative Energiewirtschaft notiert am Mittag nahezu unverändert bei 415,93 Punkten.

Der DAX kann im Gegensatz zum RENIXX immerhin einen kleinen Gewinn von 0,2 Prozent auf 9.925 Punkte verbuchen. Doch auch der deutsche Leitindex zuckt dabei unentschlossen auf und ab. Der Eurokurs bewegt sich bei 1,366 US-Dollar (-0,1 Prozent) und der Preis für die Feinunze Gold bei 1.327 US-Dollar (+0,1 Prozent).

Brennstoffzellen-Aktien uneinheitlich

Die Titel der Brennstoffzellen-Unternehmen im RENIXX zeigen im Handel am Mittwoch keinen einheitlichen Trend. Während die Aktie des auf die Ausrüstung von Hubfahrzeug-Flotten spezialisierten US-Unternehmens Plug Power (+2,1 Prozent, 3,44 Euro) zu den Gewinnern im RENIXX zählt, gibt die Aktie der kanadischen, auf die Ausrüstung von Bussen fokussierten Firma Ballard Power um 2,9 Prozent auf 3,11 Euro nach. Die Ballard-Aktie hatte sich allerdings am Vortag um fast fünf Prozent verteuert. Zu den weiteren Gewinnern im RENIXX zählen u.a. auch der Geothermie-Spzialist Ormat (+1,8 Prozent, 21,41 Euro) sowie der dänsiche Windenergieanlagen-Produzent Vestas (+1,6 Prozent, 36,66 Euro).

Im DAX stehen Lanxess (+2,3 Prozent, 50,56 Euro) und Thyssenkrupp (+1,6 Prozent, 21,75 Euro) auf den Einkaufszetteln der Broker ganz oben. Die Thyssenkrupp-Aktie wird von den Commerzbank-Analysten zum Kauf empfohlen. Die Experten haben auch das Kursziel angehoben mit der Begründung, dass sich der Ausblick für den Stahl- und Industriekonzern wie auch das Chance/Risiko-Profil weiter verbessert habe. Dahinter folgen die Autoaktien von BMW (+1,2 Prozent, 94,40 Euro) und Daimler (+1,0 Prozent, 69,88 Euro).

Strom- und Ölpreise fallen leicht

Die Entwicklung der Rohölpreise verläuft parallel: Ein Barrel der US-Sorte WTI kostet derzeit ca. 104,90 US-Dollar (-0,5 Prozent) und auch die Nordseesorte Brent verbilligt sich um rund 0,4 Prozent auf etwa 111,70 US-Dollar je Barrel. Der Preis für einen Liter Heizöl fällt weiter. Seit dem 24. Juni 2014 sinkt der Preis und notiert derzeit noch bei 80,7 Cent pro Liter (-0,3 Prozent; inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern). Am gestrigen Dienstag lagen die durchschnittlichen Benzinpreise in Deutschland um rund 0,1 Prozent höher als noch am Montag. Dies gilt sowohl für den Super-E 10-Preis, der gestern bei 1,553 Euro pro Liter stand als auch für den Dieselpreis, der gestern bei 1,375 Euro pro Liter lag.

Die Strompreise sind im day-ahead Handel an der Börse gefallen. Deutscher Grundlaststrom notiert aktuell bei rund 3,32 Cent je kWh (-4,6 Prozent). Auch sein französisches Pendant fällt auf 3,28 Cent je kWh. Nun ist der der französische Strom fast genauso teuer wie der deutsche. Der Preis für die Zertifikate zur Emission einer Tonne CO2 steigt weiterhin und notiert derzeit bei 5,96 Euro (+2,9 Prozent).

Erneuerbare decken über ein Drittel der Strom-Spitzenlast ab

Zur Mittagszeit liegt die geplante Leistung der Windkraftanlagen Deutschlands bei rund 3.100 Megawatt (MW). Die Solaranlagen kommen sogar auf rund 18.900 MW und können somit die Leistung der Windkraftanlagen deutlich übertreffen. Zusammen sorgen die beiden Erneuerbaren demnach dafür, dass der mittägliche Bedarf an konventioneller Kraftwerkskapazität um 22.000 MW reduziert wird. Das ist über ein Drittel der insgesamt benötigten Stromleistung. Die konventionellen Anlagen gehen dann mit einer Leistung von 43.300 MW ans Netz. Ohne Wind- und Solarenergie wären 65.300 MW Leistung aus Kohle-, Gas- oder Atomkraftwerken notwendig.

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