01.04.2014, 13:33 Uhr

RENIXX über 380-Punkte-Linie: Gamesa und Vestas ganz vorne – Solarleistung am Mittag bleibt hoch

Münster – Der globale Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World legt am Dienstagvormittag um bislang 0,4 Prozent auf 380,16 Punkte zu. Noch deutlicher kann der DAX gewinnen: Der deutsche Leitindex verbessert sich um 0,6 Prozent auf 9.611 Punkte.

Während die Branche der regenerativen Energien heute gebannt nach Berlin schaut, wo sich am Abend Vertreter von Bund und den Ländern über die EEG-Reform verständigen wollen, ist der internationale RENIXX inzwischen nur noch zu einem kleinen Teil vom deutschen Markt abhängig. Mit Nordex ist noch ein einziges deutsches Unternehmen in RENIXX gelistet, welches zudem inzwischen den größten Teil seines Geldes im Ausland verdient. Am Devisenmarkt legt der Euro um 0,2 Prozent auf 1,38 US-Dollar zu. Die Feinunze Gold notiert unverändert bei 1.285 US-Dollar.

Nachrichtenflow bei Vestas

Die beiden Windenergieanlagen-Hersteller Gamesa (+4,2 Prozent, 8,16 Euro) und Vestas (+4,0 Prozent) führen die RENIXX-Gewinnerliste am Dienstag an. Während Gamesa lediglich über ein neues 20 MW-Projekt in Polen berichtet, hat Vestas gleich eine ganze Reiher von positiven Nachrichten gestreut. Neue Projekte in Nordamerika und in Italien wurden vereinbart, die weitere Kreditfinanzierung für die kommenden fünf Jahre im Umfang von einer Milliarde Euro ist unter Dach und Fach gebracht worden und zu guter Letzt steht auch die gemeinsame Offshore-Gesellschaft mit Mitsubishi. Das freut die Aktionäre. Im DAX greifen die Anleger insbesondere bei Commerzbank (+2,1 Prozent, 13,62 Euro) und bei Heidelbergcement (+2,1 Prozent, 63,49 Euro) zu.

CO2-Zertifikate-Preis erholt sich

Der Abwärtstrend beim Preis für Zertifikate, die zur Emission einer Tonne CO2 berechtigen, scheint vorerst gestoppt zu sein: Im Vergleich zu gestern legte der Preis um fast 15 Prozent auf nun 4,84 Euro pro Zertifikat zu.

An der Strombörse verändern sich Preise im day-ahead-Handel im Vergleich zu den sonst üblichen Schwankungen nur geringfügig. Der Preis für eine Kilowattstunde (kWh) Grundlaststrom liegt in Deutschland bei 3,87 Cent (-3,4 Prozent). Der Preis für französischen Strom notiert bei 4,05 Cent pro kWh.

Die Preise für Rohöl geben weiter leicht nach. Ein Barrel Rohöl der US-Sorte WTI kostet derzeit rund 101,30 US-Dollar (-0,3 Prozent). Auch der Preis für die Rohölsorte Brent lässt nach und notiert bei rund 107,60 US-Dollar je Barrel. Auf dem Heizölmarkt kostet der Liter derzeit 81 Cent pro Liter (inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern). Autofahrer in Deutschland hingegen können sich an den Zapfsäulen über sinkende Preise freuen: So kostete der Liter Diesel am Montag im Durchschnitt in Deutschland 1,35 Euro pro Liter (-1,9 Prozent). Auch Super E10 Benzin kostete merklich weniger als am Vortag: Mit einem Rückgang von 1,4 Prozent konnten Autofahrer für 1,49 Euro einen Liter Super-Benzin tanken.

Solarstrom-Leistung erreicht erneut fast 20.000 MW

Die Windkraftanlagen drehen sich heute kaum. Zur Mittagszeit produzieren die Turbinen in Deutschland mit einer Leistung von knapp 1.000 Megawatt (MW) Strom. Anders sieht das bei der Stromproduktion aus Sonnenenergie aus. Nachdem sich der vergangene März aufgrund der hohen und durchgängigen Sonneneinstrahlung bereits in die Geschichtsbücher eingetragen hat, setzt sich dies auch am ersten April fort. Um zwölf Uhr wird eine Solarleistung in Höhe von 19.500 MW am Netz erwartet. Die konventionellen Kraftwerke tragen dann mit etwa 50.000 MW zur Stromproduktion bei. Ohne die hohe Sonneneinstrahlung hätten noch weitere konventionelle Kraftwerke hochgefahren werden müssen.

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