14.01.2014, 13:25 Uhr

RENIXX und DAX erholen sich allmählich – RWE siegt im Rechtstreit um AKW-Abschaltung – Nordex in der Türkei erfolgreich

Münster – Sehr schwach sind der RENIXX World und der DAX in den Börsenhandel am Dienstag gestartet. Der RENIXX tauchte kurz unter die 340-Punkte-Linie und der DAX notierte zwischenzeitlich bei weniger als 9.400 Punkten. Doch inzwischen haben sich die Indizes wieder etwas erholt. Der RENIXX steht aber immer noch mit 1,1 Prozent im Minus (341 Punkte), der DAX noch mit 0,5 Prozent (9.462 Punkte).

Auslöser für die anfänglichen Verluste waren schwache Vorgaben aus den USA und aus Asien. Der Dow Jones hatte gestern Abend mit einem Minus von 1,1 Prozent geschlossen und der japanische Nikkei war wegen des starken Yen heute Morgen äußerst schwach gestartet. RWE hat im Rechtstreit um das Verbot der Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks Biblis einen Erfolg erzielt.

RWE führt DAX-Gewinnerliste klar an

RWE ragt im DAX mit einem Kursplus von 1,5 Prozent auf 25,91 Euro heraus. Der Essener Energiekonzern kann sich über ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts freuen. RWE Power AG hatte gegen das Verbot der Wiederaufnahme des Betriebs beim Kernkraftwerk Biblis nach den schweren Unfällen von Fukushima durch das hessische Umweltministerium geklagt. Das Gericht stellte fest, dass das Verbot rechtswidrig war und RWE darf auf eine Entschädigung hoffen.

Im RENIXX legen Meyer Burger (+2,4 Prozent, 10,86 Euro) und EDP Renovaveis (+2,3 Prozent, 4,32 Euro) besonders kräftig zu. Nordex (-1,6 Prozent, 11,42 Euro) profitieren zwar von Vertriebserfolgen in der Türkei, bewegen sich aber noch in der Verlustzone. Nach Handelsbeginn war die Nordex-Aktie zunächst unter die Marke von elf Euro gesunken.

Strompreis sinkt am Spotmarkt um über sieben Prozent

Die Rohölpreise sinken weiter. Die US-Sorte WTI kommt aktuell auf etwa 92,20 US-Dollar je Barrel (-0,1 Prozent), während die Nordsee-Sorte Brent bei rund 106,90 US-Dollar je Barrel notiert (-0,1 Prozent). Der Preis für Heizöl bleibt konstant bei aktuell 80,7 Cent je Liter (inkl. MWST, bei Abnahme von 3000 Litern). Auch die Spritpreise folgen dem Trend und sinken. So mussten die deutschen Autofahrer im Bundesdurchschnitt am Montag für einen Liter Benzin (Super E 10) rund 1,47 Euro (-0,94 Prozent) und für einen Liter Diesel 1,36 Euro (-1,16 Prozent) zahlen.

Ebenfalls gesunken sind die Strompreise. Am Spotmarkt der Strombörse fällt der Preis für deutschen Grundlaststrom im day-ahead-Handel auf 4,57 Cent je Kilowattstunde (kWh) und ist somit um fast 7,5 Prozent billiger als gestern. Auch der Preis für französischen Strom sinkt. Dieser notiert bei 4,64 Cent je kWh (-5,7 Prozent). Der Preis bei den Emissionsberechtigungen hingegen steigt. So liegt der Zertifikate-Preis zur Emission einer Tonne CO2 aktuell bei 4,78 Euro und damit mehr als fünf Prozent über dem Vortagesniveau.

Rund 3.800 MW-Leistung durch Solar- und Windenergie

Die Windenergie-Anlagen in Deutschland sind heute Mittag mit einer Leistung von gut 3.800 MW am Netz. Hierbei beträgt die Leistung von Wind ca. 1.400 MW und die Solaranlagen produzieren mit einer Leistung von rund 2.400 MW Strom. Ohne die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien müssten konventionelle Kraftwerke mit einer Leistung von ca. 62.000 MW die Stromnachfrage bedienen. Dieser Betrag wird durch die Windenergie- und Solaranlagen auf weniger als 59.000 MW reduziert.

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