14.05.2014, 13:19 Uhr

RENIXX und DAX geben nach: Nordex-Aktie nach starken Zahlen gefragt – RWE unter Druck

Münster – Der RENIXX gibt am Mittwochvormittag einen Teil der Vortagesgewinne wieder ab. Das internationale Börsenbarometer für erneuerbare Energien sinkt um bislang 0,7 Prozent auf 369,92 Punkte. Auch der DAX (-0,2 Prozent, 9.739 Punkte) tendiert leichter.

Im Fokus stehen im Handel am Mittwoch weiter die Quartalszahlen der Unternehmen. Heute haben Nordex und PNE Wind aus der Regenerativen Energiewirtschaft sowie die DAX-Unternehmen RWE, K+S und Allianz einen Blick in die Bücher gewährt. Am Devisenmarkt stagniert der Eurokurs bei 1,371 US-Dollar. Gold verteuert sich hingegen deutlich um 0,8 Prozent auf 1,304 US-Dollar je Feinunze.

Nordex überragend

Während am RENIXX-Ende die Titel des chinesischen Windenergieanlagen(WEA)-Herstellers Goldwind aus China (-7,1 Prozent, 0,759 Euro) zu finden sind, kann die Nordex-Aktie nach der Vorlage positiver Quartalszahlen kräftig zulegen. In der Spitze verteuert sich der Titel um mehr als elf Prozent. Inzwischen steht für das Nordex-Papier ein Kursgewinn von 7,7 Pporzent auf 13,85 Euro zu Buche. Das Hamburger Unternehmen hat aufgrund der guten Zahlen auch seine Jahresziele für Umsatz und Ebit nach oben angepasst. Auch der nicht im RENIXX gelistete Windpark-Projektierer PNE Wind hat seine Zahlen veröffentlicht. Die Cuxhavener haben zwar Verluste im ersten Quartal 2014 geschrieben, halten aber weiter an ihrer Dreijahresprognose fest.

RWE-Zahlen lassen Aktie sinken

Im DAX ist das Wertpapier des Essener Energiekonzerns RWE (-1,7 Prozent, 27,14 Euro) am Indexende zu finden. Nachdem gestern E.ON an der Reihe war, hat heute auch RWE mit der Vorlage der Q1-Zahlen nachgezogen. Auch bei RWE sind die Umsatz- und Gewinnkennzahlen gesunken. Zahlen haben auch der Düngemittel-Hersteller K+S und der Versicherer Allianz vorgelegt. Beide Wertpapiere klettern im Gegensatz zu RWE um ein halbes Prozent.

Spritpreise fallen weiter

Die Rohölpreise erfahren eine leichte Preiserhöhung. Die US-Sorte WTI kostet derzeit ca. 101,50 US-Dollar je Barrel (+0,3 Prozent). Damit macht der WTI-Preis verglichen mit der Nordseeölsorte Brent den größeren Sprung. Der Preis für ein Barrel Brent-Öl steigt kaum und notiert bei derzeit etwa 108,80 US-Dollar (-0,1 Prozent). Der Preis für einen Liter Heizöl hingegen erhöht sich auf 81 Cent (inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern). Die Preisteigerung beträgt 0,8 Prozent. Autofahrer können sich hingegen auch weiterhin über sinkende Spritpreise an deutschen Tankstellen freuen. Der Diesel-Preis ist gestern um 0,2 Prozent auf 1,35 Euro je Liter gesunken. Der Liter Super E10 notierte durchschnittlich bei rund 1,51 Euro und war damit um ca. 0,3 Prozent günstiger als am Tag zuvor.

Nach dem deutlichen Rückgang gestern sind die Strompreise im day-ahead Handel heute wieder gestiegen. Deutscher Grundlaststrom notiert aktuell bei rund 3,77 Cent je kWh (+ 16,4 Prozent). Auch das französisches Pendant steigt auf nunmehr 3,77 Cent je kWh. Nun ist der deutsche Strom genauso günstig wie der französische. Der Preis für ein EU-Zertifikat zur die Emission einer Tonne CO2 ist heute erstmals in dieser Woche gesunken. Nach einer Preisminderung um 2,2 Prozent liegt der Preis jetzt bei 5,23 Euro je Tonne CO2.

Starker Wind – noch stärkere Sonne

Zur Mittagszeit produzieren die Windkraftanlagen Deutschlands Strom mit einer Leistung von rund 12.000 Megawatt (MW). Die Solaranlagen kommen sogar auf rund 18.300 MW. Zusammen liefern die beiden erneuerbaren Energiequellen demnach Strom mit einer Leistung von 30.300 MW. Das sind über 40 Prozent der gesamten Stromleistung, die zur Spitzenlastzeit am Mittag in Deutschland benötigt werden. Windenergie- und Solaranlagen sorgen dafür, dass konventionelle Kraftwerke mit einer Leistung von maximal etwa 42.000 MW benötigt werden. Ohne diese beiden regenerativen Energien wären es am Mittag mehr als 72.000 MW.

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