20.03.2014, 13:27 Uhr

RENIXX und DAX schwach: Aufziehende Zinswolken drücken Stimmung - Meyer Burger mit tiefroten Zahlen und Kapitalerhöhung

Münster – An den Aktienmärkten zeigen die Indexkurven am Donnerstag nach unten. Der RENIXX World verliert bislang 1,2 Prozent auf rund 388 Punkte und der DAX gibt um etwa einen Prozentpunkt auf 9.188 Punkte nach. Aus den USA kommende Anzeichen für eine raschere Änderung des Niedrig-Zinskurses haben u.a. die Stimmung getrübt.

Am Mittwochabend hat die Chefin der US-Notenbank Janet Yellen eine entsprechende Entwicklung angedeutet. am Vorabend an. So zumindest deuten es Analysten. Das gibt Rückenwind für den US-Dollar. Der Eurokurs war am Mittwoch bereits um kräftig gesunken und notiert aktuell bei 1,377 US Dollar. Am Mittwochmittag notierte die europäische Währung noch mehr als 1,39 US-Dollar. Die Feinunze Gold verbilligt sich heute bislang um 0,4 Prozent auf 1.321 US-Dollar.

Meyer Burger mit sattem Verlust und Kapitalerhöhung

Index-Schlusslicht im RENIXX ist am Donnerstag eindeutig die Aktie des Schweizer PV-Ausrüster Meyer Burger (-16 Prozent, 11,38 Euro). Die Geschäftszahlen von Meyer Burger offenbaren ein Konzernergebnis von -162,8 Mio. Schweizer Franken (ca. 134 Mio. Euro). Zudem hat das Unternehmen eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Weitere Verlierer sind GCL-Poly Energy (-12,8 Prozent, 0,79 Euro) und mit deutlichem Abstand EDP Renovaveis (-2,4 Prozent, 4,67 Euro).

Die 30 DAX-Titel bewegen sich am Donnerstag mehrheitlich in der Verlustzone. Besonders betroffen sind die Titel von Henkel (-2,1 Prozent, 75,48 Euro), Continental (-2,0 Prozent, 169,55 Euro) und BASF (-2,0 Prozent, 76,66 Euro). Gegen den Trend zulegen können vor allem Lanxess (+3,3 Prozent, 52,93 Euro) und BMW (+1,5 Prozent, 87,90 Euro).

Dieselpreis bleibt auf günstigen Niveau

Autofahrer können sich auch weiterhin über günstigen Sprit an deutschen Tankstellen freuen. Vor allem der Dieselpreis ist am Mittwoch im Bundesdurchschnitt unverändert bei 1,346 Euro geblieben und kostet damit weiterhin so wenig wie noch nie in diesem Jahr. Super E10 verteuerte sich leicht auf 1,475 Euro je Liter (+0,1 Prozent). Bei den Rohölpreisen hält der Trend des gestrigen Tages an. Sie weisen auch heute einen leichten Preisrückgang auf. Rohöl der US-Sorte WTI kostet derzeit ca. 98,70 US-Dollar je Barrel und ist damit um 0,4 Prozent gesunken. Die Nordseerohölsorte Brent verzeichnet auch einen Preisrückgang und notiert bei etwa 105,60 US-Dollar (-0,3 Prozent). Der Preis für einen Liter Heizöl steigt hingegen leicht an und liegt bei 79,4 Cent (inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern).

Die Börsen-Strompreise im day-ahead-Handel steigen wieder. Deutscher Grundlaststrom zur Lieferung am Freitag hat sich um knapp 5 Prozent verteuert und notiert aktuell bei 2,77 Cent je Kilowattstunde (kWh). Der Preis für das französische Pendant ist um fast zehn Prozent gestiegen, sodass eine kWh auf 3,31 Cent kommt. Deutscher Strom bleibt damit deutlich günstiger als der französische. Der Preis für die Emission einer Tonne CO2 bleibt heute unter 6 Euro. Im Vergleich zum Vortag kostet ein CO2-Zertifikat 0,3 Prozent mehr und notiert somit bei 5,97 Euro.

Windenergie- und Solaranlagen am Mittag mit knapp 32.000 MW am Netz

Zur Spitzenlastzeit am Mittag steuern die beiden erneuerbaren Energieträger Wind und Sonne wieder einen bedeutenden Teil zur Stromproduktion in Deutschland bei. Dabei hat sich das gestrige Verhältnis der beiden Energieträger nahezu umgekehrt. Heute ist es die vor allem solare Strahlungsenergie, die Strom mit einer Leistung von 23.700 Megawatt (MW) erzeugt. Die Windturbinen produzieren mit einer Leistung von mehr als 8.100 MW, so dass gegen Mittag insgesamt 32.000 MW auf das Konnte dieser beiden erneuerbaren Energien geht. Das macht zu der Zeit über 45 Prozent der Leistung der betrachteten Erzeugungskapazitäten aus (nur Wind, Sonne sowie konventionelle Kraftwerke > 100 MW).

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