05.09.2014, 13:15 Uhr

RENIXX und DAX tendieren seitwärts: Ballard Power schwach, Gamesa verkauft Windpark – Daimler stark in China

Münster – Der RENIXX notiert zum Mittag unverändert bei 444 Punkten. Der deutsche Aktienindex DAX kann sich nach leichten Gewinnen am Vormittag jedoch nur knapp behaupten (-0,2 Prozent, 9.703 Punkte).

Gestern noch beflügelte die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) die Aktienmärkte, heute stehen die USA im Fokus. Am Nachmittag werden wichtige Zahlen vom US-Arbeitsmarkt erwartet. Daraus werden die Börsianer wiederum mögliche Konsequenzen für die weitere Geldpolitik der US-Notenbank ableiten. Am Devisenmarkt bleibt der Euro unter der Marke von 1,30 US-Dollar (+0,2 Prozent, 1,296 US-Dollar). Der Preis für eine Feinunze Gold klettert um 0,5 Prozent auf 1.266 US-Dollar.

Gamesa verkauft Windpark an Chinesen

Nach dem deutlichen Kursanstieg am Mittwoch und den darauf folgenden gestrigen Gewinnmitnahmen kann die Aktie von Goldwind am Freitag nahezu die gesamten Vortagesverluste ausgleichen (+5,0 Prozent, 1,30 Euro). Fast unverändert notiert die Aktie des spanischen Goldwind-Konkurrenten Gamesa bei 9,80 Euro. Die Spanier haben einen 28-Megawatt-Windpark an einen chinesischen Energieversorger verkauft, um damit u.a. Schulden abzubauen. Am RENIXX-Ende sind u.a. China High-Speed Transmission (-7,1 Prozent, 0,69 Euro), Hanergy Solar (-4,0 Prozent, 0,12 Euro) und Ballard Power (-4,0 Prozent, 2,80 Euro) zu finden.

Im DAX ist die Daimler-Aktie (+1,2 Prozent, 64,93 Euro) bislang der gefragteste Titel. Die Absatzzahlen des Autobauers entwickeln sich vor allem in China erfreulich. Hingegen ist die Chemie-Aktie von BASF (-1,2 Prozent, 77,92 Euro) unter Druck geraten. Wie Bloomberg berichtet, muss sich BASF in Amerika vor Gericht verteidigen. Der Vorwurf: Die Talkum-Produkte des Chemieriesen sollen Asbest enthalten haben. Zudem tendiert die Siemens-Aktie schwach (-0,9 Prozent, 97,68 Euro). Dabei darf sich Siemens über einen neuen Auftrag zum Netzanschluss des britischen Offshore-Windparks Dudgeon freuen.

Ölpreis fällt

Am Freitag fallen die Ölpreise. WTI- und Brent-Ölpreis geben um jeweils 0,4 Prozent je Fass nach. Der Preis für ein Barrel der US-Marke WTI liegt damit bei etwa 94,90 US-Dollar, während der Preis für die gleiche Menge der Rohölsorte Brent aus der Nordsee aktuell bei etwa 102,30 US-Dollar liegt. Der Heizölpreis steigt auf 81,1 Cent pro Liter (inkl. MWST, bei Abnahme von 3.000 Litern). An den deutschen Tankstellen stagnierte der durchschnittliche Preis pro Liter Diesel am Donnerstag im bundesweiten Durchschnitt bei 1,353 Euro pro Liter. Die Autofahrer, die die Benzinsorte Super E 10 tanken, konnten sich hingegen über leicht sinkende Preise freuen. Ein Liter Super E10 kostete 1,51 Euro (-0,1 Prozent).

Ein Zertifikat, das zur Emission einer Tonne CO2 in der EU berechtigt, kostet derzeit unverändert 6,25 Euro. An der Strombörse ist deutscher Strom im Day-ahead-Handel zur Lieferung am morgigen Samstag für 3,13 Cent je Kilowattstunde (kWh) zu bekommen. Damit sinkt der Preis um rund 11,7 Prozent gegenüber dem Vortag. Der französische Strom verbilligt sich noch stärker (-16,4 Prozent), bleibt aber mit einem Preis von 3,17 Cent pro kWh teurer als der deutsche Strom.

Strom: Wind- und Solaranlagen liefern 17.600 MW am Mittag

Die Strom-Produktion aus den Photovoltaik-Anlagen in Deutschland steigt heut zur Mittagszeit auf eine Leistung 16.300 MW. Zusammen mit der dann bereitgestellten Windenergieleistung gehen die beiden erneuerbaren Energien mit rund 17.600 MW ans Netz. Das entspricht fast 27 Prozent des deutschen Strombedarfs zur Spitzennachfrage am Mittag.

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