03.11.2014, 13:23 Uhr

RENIXX weiter aufwärts: Rec Silicon vorne – Sunpower kooperiert in China – Plug Power und Fuelcell Energy gefragt

Münster – Der internationale Aktienindex für regenerative Energien RENIXX World klettert auch am Montagvormittag weiter nach oben. Bislang verbessert sich der Index, der bereits in der vergangenen Woche um 3,6 Prozent zugelegt hatte, um weitere 1,6 Prozent auf 394,54 Punkte. Zu den gefragtesten Titeln zählt die Aktie des US-Solarkonzerns Sunpower.

Während der RENIXX wieder die Marke von 400 Punkten in Angriff nimmt, fällt der DAX am Montag bislang zurück (-0,5 Prozent, 9.281 Punkte). Experten sprechen von Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Zuwächsen. Zudem seien Konjunkturdaten aus China etwas schwächer ausgefallen als erwartet. Der Eurokurs gibt leicht um 0,1 Prozent auf 1,249 US-Dollar nach. Die Unze Feingold verbilligt sich um 0,2 Prozent auf 1.173 US-Dollar.

Sunpower mit neuem China-Deal

An der RENIXX-Spitze sind die Wertpapiere von Rec Silicon (+10,2 Prozent, 0,325 Euro) und Sunpower (+7,2 Prozent, 25,23 Euro) zu finden. Der US-Solarkonzern Sunpower hatte Ende der vergangenen Woche über ein neues Abkommen in China berichtet. Mit mehreren Partnern aus China soll ein Joint Venture gegründet werden, in dessen Rahmen neue Solarkraftwerke mir einer Leistung von über 3.000 Megawatt (MW) realisiert werden sollen. Gefragt sind zudem die Aktien der US-Brennstoffzellen-Hersteller Plug Power (+6,0 Prozent, 3,92 Euro) und Fuelcell Energy (+3,6 Prozent, 1,63 Euro).

Im DAX stehen die Papiere von Heidelbergcement (+1,3 Prozent, 55,05 Euro) sowie Lanxess (+1,0 Prozent, 41,88 Euro) hoch im Kurs. Schwach tendieren dagegen u.a. die Titel von E.ON (-1,0 Prozent, 13,59 Euro). Das Analysehaus Kepler Cheuvreux beließ die E.ON-Aktie weiter auf „reduce“. Die Neunmonatszahlen sollen am 11. November vorgestellt werden.

Ölpreise wieder im Plus

Am Montagmittag notieren die Preise für Rohöl wieder leicht im Plus. Der Preis für ein Fass der US-Rohölsorte WTI steht bei rund 80,80 US-Dollar (0,2 Prozent). Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent ist für etwa 86 US-Dollar zu haben. Das macht ein leichtes Plus von etwa 0,1 Prozent. Der Heizölpreis steigt marginal zum Wochenbeginn um 0,1 Cent auf 75,4 Cent pro Liter (inkl. MWSt bei Abnahme von 3.000 Litern). Auch die Preise an den Tankstellen sind stabil geblieben. Ein Liter Diesel war am Sonntag im Bundesdurchschnitt für 1,30 Euro zu haben. Der Super-E10-Preis stieg leicht auf 1,431 Euro pro Liter.

Die Strompreise steigen nach dem Wochenende im Day-ahead-Handel der Strombörse wieder deutlich an. Der Preis für Strom zur Lieferung am morgigen Dienstag springt in Deutschland um gut 29,4 Prozent auf 3,27 Cent je Kilowattstunde (kWh). In Frankreich verdoppelt sich der Strompreis sogar. Momentan liegt er bei 5,01 Cent pro kWh (+99,7 Prozent). Damit ist Strom für den morgigen Dienstag in Frankreich fast zwei Cent teurer als in Deutschland. Der Preis für ein CO2-Zertifikat sinkt hingegen um fast ein Prozent: Die Berechtigung zur Emission einer Tonne CO2 notiert am heutigen Montag bei 6,29 Euro. Das sind 0,9 Prozent weniger als am Freitag.

Wind- und Solarstrom decken Spitzen-Strombedarf am Montag zu 37 Prozent

Die beiden erneuerbaren Energiequellen Sonne und Wind tragen am heutigen Montag gegen Mittag mit einer Leistung von rund 25.700 MW zur Stromerzeugung bei. Dabei kommt die Windenergie auf eine Leistung von ca. 14.400 MW und die Solarenergie auf 11.300 MW. So decken Wind- und Sonnenenergie den Spitzenstrombedarf zur Mittagszeit zu etwa 37 Prozent. Die konventionellen Kraftwerke liefern am Mittag Strom mit einer Leistung von etwa 44.700 MW. Die Daten der EEX für konventionelle Kraftwerke beziehen sich dabei nur auf Kraftwerke ab einer Größe von 100 MW.

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