RENIXX weiter schwach: Brennstoffzellen-Hersteller Fuelcell, Ballard und Plug Power am Indexende – Nordex und Vestas holen auf
Münster – Der internationale Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World gibt am Montagvormittag weiter nach. Bislang fällt das Branchenbarometer um 1,1 Prozent auf 356,65 Punkte. Dabei hat der RENIXX den bisherigen Tiefststand von Montagmorgen bei gut 352 Punkten schon deutlich hinter sich gelassen.
Auch der DAX startete zu Handelsbeginn deutlich im Minus und rutschte kurzzeitig sogar unter die Marke von 8.700 Punkten. Mittlerweile aber kann der DAX schon wieder leicht zulegen (+0,3 Prozent, 8.814 Punkte). Der Euro steigt um 0,5 Prozent auf 1,269 US-Dollar. Der Goldpreis kann ebenfalls um 0,4 Prozent zulegen und liegt bei 1.228 US-Dollar je Feinunze.
Brennstoffzellen-Hersteller auf der RENIXX-Verkaufsliste
Größte Verlierer im RENIXX sind die Anteile von Ballard Power (-6,7 Prozent, 2,08 Euro), Plug Power (-6,5 Prozent, 3,41 Euro) und China High Speed Transmission (-4,2 Prozent, 0,590 Euro). Daneben verlieren auch die Anteile von Fuelcell Energy (-3,6 Prozent, 1,30 Euro) deutlich. Plug Power gab am Freitag bekannt, den Absatz an Brennstoffzellen-Systemen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als vervierfacht zu haben. Die Aktie konnte daraufhin am Freitag kräftig zulegen und gibt heute einen Teil dieser Gewinner wieder ab. Die größten Gewinner im RENIXX sind am Montag die Anteile von Rec Silicon (+3,3 Prozent, 0,251 Euro), Vestas (+2,8 Prozent, 24,67 Euro) und Nordex (+1,5 Prozent, 11,58 Euro). Die Bekanntgabe eines Auftrags über 49 Megawatt (MW) in Uruguay hilft der Vestas-Aktie heute. Vestas und auch Nordex hatten in der letzten Woche deutlich an Wert verloren.
Die größten DAX-Gewinner sind Lufthansa (+3,5 Prozent, 11,26 Euro), Heidelbergcement (+2,2 Prozent, 50,85 Euro) und Adidas (+2,1 Prozent, 56,31 Euro). Medienberichten zufolge soll Lufthansa Cargo unter anderem durch neue Flugzeuge profitabler werden. Die Aktie kann einige der jüngsten Verluste wieder gut machen. Die größten Verlierer sind dagegen Infineon (-2,2 Prozent, 7,02 Euro), Merck (-1,4 Prozent, 68,85 Euro) und Fresenius (-1,3 Prozent, 38,48 Euro). JP Morgan hat Infineon von „overweight“ auf „neutral“ abgestuft und im gleichen Zuge auch das Kursziel von zehn auf sechs Euro gesenkt.
Rohölpreise fallen weiter
Rohöl verbilligt sich an den Märkten weiter. Der Preis für ein Fass der US-Rohölsorte WTI gibt am Montagvormittag um 1,1 Prozent auf rund 83,90 US-Dollar nach. Nordsee-Öl der Sorte Brent verbilligt sich sogar um 1,5 Prozent etwa 88,80 US-Dollar je Barrel. Heizöl verteuert sich hingegen etwas. Der Literpreis klettert um etwa ein halbes Prozent auf 75,6 Cent pro Liter (inkl. MWSt bei Abnahme von 3000 Litern). An den deutschen Tankstellen hat sich so gut wie nichts getan. Ein Liter Benzin (Super E10) kostete am Sonntag im Durchschnitt nahezu unverändert 1,493 Euro. Auch der Dieselpreis hielt sich bei etwa 1,328 Euro je Liter.
Die Strompreise steigen zum Wochenstart wieder an. Der Preis für Strom zur Lieferung am morgigen Dienstag steigt in Deutschland auf 4,17 Cent je Kilowattstunde (kWh). Das sind etwa 11 Prozent mehr als noch am Tag zuvor. In Frankreich liegt der Strompreis momentan bei 4,62 Cent pro kWh (+9,2 Prozent). Die Preise für CO2-Zertifikate sind hingegen leicht gesunken. Die Berechtigung zur Emission einer Tonne CO2 kostet aktuell 5,92 Euro (-1,33 Prozent).
Strom: 20 Prozent des Spitzenbedarfs aus Windrädern und Solaranlagen
Am heutigen Montag kommen etwa 20 Prozent der Stromerzeugung zur nachfragestarken Mittagszeit aus Wind- und Sonnenenergie. Windenergie- und Solaranlagen liefern dann Strom mit einer Leistung von zusammen etwa 13.700 MW. Daran hat die Solarenergie mit 9.100 MW den größeren Anteil. Die Windkraftanlagen kommen auf 4.600 MW.
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