19.09.2011, 14:35 Uhr

SMA kassiert Prognose - Aktie fällt

Niestetal - Der Vorstand des im regenerativen Aktienindex RENIXX World gelisteten Solar-Wechselrichter-Produzenten SMA hat die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2011 angepasst. Der Vorstand rechnet für 2011 nun mit einem Umsatz von 1,5 Mrd. Euro bis 1,7 Mrd. Euro (vorher: 1,5 Mrd. Euro bis 1,9 Mrd. Euro) und einem operativen Ergebnis (EBIT) von 220 Mio. Euro bis 300 Mio. Euro (vorher: 315 Mio. Euro bis 475 Mio. Euro). Die SMA-Aktie verliert im heutigen Handel bislang knapp 9 Prozent (Stand 14:18 Uhr).

Nur geringfügige Markt-Erholung

In der Begründung heißt es, dass die Nachfrage nach Solarstromanlagen sich nach Einschätzung des Vorstandes der SMA Solar Technology AG nach den Sommermonaten in vielen Solarmärkten nur geringfügig verbessert habe. Anders als erwartet könne SMA im volumenstarken Handelsgeschäft mit Solarwechselrichtern für Aufdachanlagen nur eine geringe Nachfragebelebung feststellen. Das sich erfreulich entwickelnde Geschäft mit Zentralwechselrichtern für solare Großkraftwerke könne die schwache Auftragslage im Handelsgeschäft nicht vollständig kompensieren. Die Gründe für die verhaltene Nachfrage und schwache Auftragslage im Handelsgeschäft seien vielfältig, so SMA. Die Diskussion um den Ausbau der Photovoltaik hat die Endkunden sicherlich ebenso verunsichert wie die aktuelle Euro- und Schuldenkrise. Dass die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Photovoltaik derzeit attraktiv sind, zeige die erfreuliche Entwicklung im Projektgeschäft. Investoren würden momentan von den historisch günstigen Zinsen und den deutlich gesunkenen spezifischen Kosten für die Errichtung eines solaren Großkraftwerks profitieren.

1000 Zeitarbeitnehmer nur noch bis Jahresende beschäftigt

SMA ist von der weltweiten Entwicklung der Nachfrage abhängig und produziert auftragsbezogen. Um schnell auf die hohen Nachfrageschwankungen in den verschiedenen Marktsegmenten reagieren zu können, setzt SMA seit Jahren das Instrument der Zeitarbeit ein. Mit Blick auf die aktuelle Auftragslage und die erfahrungsgemäß schwache Nachfrage während der Wintermonate wird SMA den Einsatz von rund 1.000 der derzeit beschäftigten Zeitarbeitnehmer bis zum Jahresende stufenweise beenden.

Keine verlässliche Prognose für 2012 möglich

Für 2012 rechnet der SMA-Vorstand mit einer stagnierenden bis leicht wachsenden weltweiten Nachfrage nach Solarstromanlagen. Eine verlässliche Prognose für das Geschäftsjahr 2012 und die Folgejahre sei vor dem Hintergrund der vielfältigen Einflussfaktoren derzeit nicht möglich.

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