16.04.2007, 13:21 Uhr

Solarenergie: EU-Kommission veröffentlicht Potenzial-Landkarte Europas

Brüssel/Berlin - Europa verfügt über ein erhebliches Potenzial für eine stärkere Nutzung der Solarenergie. Dies verdeutlicht eine von der EU-Kommission veröffentlichte Landkarte, die das Photovoltaik-Potenzial verschiedener Gegenden Europas zeigt. Photovoltaik-Zellen wandeln Sonnenlicht direkt in Strom um. Mit dem interaktiven geographischen Photovoltaik-Informationssystem (PVGIS), das von der Gemeinsamen Forschungsstelle entwickelt wurde, können Nutzer außerdem die Sonnenenergieleistung überall in Europa einschätzen. Das Informationssystem ist ein effizientes Instrument zur Entwicklung neuer solarthermischer Kraftwerke. Dazu gehört auch das neue Kraftwerk in der Stadt Sevilla. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das deutsche Unternehmen Fichtner lieferten technologische Unterstützung für dieses erste kommerzielle solarthermische Kraftwerk Europas, das mit EU-Forschungsgeldern kofinanziert wurde.
Die in der Landkarte enthaltenen Angaben zeigen, dass ein und dasselbe Solarsystem in den sonnigen Gegenden Europas, etwa auf Malta und in Südspanien, doppelt so viel Energie wie in Schottland oder Nordskandinavien erzeugen wird. Die Landkarte erlaubt darüber hinaus eine genaue Berechnung der Energiemenge, die an einem beliebigen Standort Europas und seiner Nachbarregionen erzeugt werden kann. Diese Berechnung beruht auf Wissen um die Sonnenenergie, ihre geographische Verteilung und die Geländegegebenheiten in Europa und auf einer ausführlichen technischen Analyse der verfügbaren Photovoltaik-Technologien. Das Instrumentarium soll helfen, den Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen.
Die Forschung ist nach Ansicht der EU-Kommission ein wichtiger Faktor bei den Bemühungen zur Steigerung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Die Europäische Kommission hat die Gründung einer Europäischen Plattform für Photovoltaik-Technologie unterstützt, die Wirtschaft, Hochschulen, Regulierer, Finanzinstitute und alle anderen Akteure zusammenführt, die ein Interesse daran haben, dass Europa im Bereich der Photovoltaik eine führende Position einnimmt. Die Technologie-Plattform hat einen strategischen Forschungsplan konzipiert, in dem die wichtigsten Fragen der Forschung und der technologischen Entwicklung des Sektors für das nächste Jahrzehnt angesprochen werden. Hierzu gehören verschiedene Technologien zur Nutzung der Sonnenenergie sowie Fragen, die Effizienz, Speicherung und Netzeinspeisung betreffen.
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Quelle: iwr/16.04.07/