27.12.2007, 15:23 Uhr

Umweltschutzverbände sehen Deutschland als Antreiber beim Klimaschutz

Berlin - Deutschland gilt nach Ansicht deutscher Umweltschutzverbände als Antreiber und Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel. In der Klima-Jahr-Bilanz der Deutschen Umwelthilfe wurde die konstruktive Rolle gelobt, die Deutschland beim G8-Gipfel in Heiligendamm und bei der Weltklimakonferenz von Bali gespielt habe. Allerdings stünden Deutschland und seine Repräsentanten klimapolitisch wie nie zuvor unter Beobachtung der Weltöffentlichkeit. Gefragt seien also Konsistenz und Kontinuität, nicht Kontrast und Dementi, lautete die Forderung der Bundesgeschäftsführer der Umwelthilfe, Rainer Baake und Jürgen Resch.
Sie kritisierten das Verhalten der Bundesregierung bei den EU-Beschlüssen zu CO2-Normen für neue Personenwagen: «Bei der ersten Gelegenheit, nach Bali abstrakte Klimaschutzziele und konkretes Handeln zur Deckung zu bringen, hat Deutschland grandios versagt», erklärte Resch. Beim Thema Auto betreibe die Bundesregierung knallharte Lobbyarbeit für vier Autobauer und gegen den Klimaschutz.
Nach Ansicht des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Forderung nach mehr Klimaschutz im zurückliegenden Jahr enormen Auftrieb bekommen. Allein die Tatsache, dass das Wort Klimakatastrophe zum «Wort des Jahres» gewählt wurde, zeige, dass das Thema im öffentlichen Bewusstsein angekommen sei. Hoffen lasse auch, dass die Bundesregierung während ihrer EU-Ratspräsidentschaft Ziele für die Reduzierung der Treibhausgase durchgesetzt habe. Dem Einsatz von Bundeskanzlerin Angela Merkel sei auch zu danken, dass die USA beim G8-Gipfel von Heiligendamm ins internationale Klimaschutz-Boot zurückgeholt worden sei.
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Quelle: iwr/27.12.07/