11.03.2011, 10:26 Uhr

Wirtschafts-Ministerium startet Förderwettbewerb für "smarte" Mobilität

Berlin - Rund um das intelligente Auto und den intelligenten Verkehr fördert das Bundeswirtschaftsministerium mit dem neuen Wettbewerb "IKT für Elektromobilität II: Smart Car - Smart Grid - Smart Traffic" Ingenieure, die diese Zukunftstechnologien umsetzen. Im Mittelpunkt der Initiative stehen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für Elektroautos. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle erklärte Anfang März zum Start des neuen Wettbewerbs, dass gezielt der Beitrag der IKT zum Elektrofahrzeug gefördert werden solle und dass sich das besondere Augenmerk auf die Schnittstelle zwischen Elektrofahrzeugen, Energie- und Verkehrssystemen richte.

Smart Car: mehr Software im Auto

Um dieses Ziel zu erreichen, müsse im Auto mehr intelligente Software Einzug halten. Dies belege auch die aktuelle Studie des Bundeswirtschaftsministerim "Mehr Software (im) Wagen", heißt es in einer Mitteilung der Bundesregierung. Mit verbesserten Programmen würden sich neue Funktionen wie ein Abstandsmesser für einen Notbremsassistenten in den Elektromobilen der Zukunft umsetzen lassen. Durch ein sicheres Auto, könnten die Autobauer teilweise auf passive Schutzmaßnahmen wie Knautschzonen verzichten. Dadurch wiederum würden das Gewicht und die Kosten für den Bau von Elektromobilen sinken. Weitere Aspekte bei der Umsetzung im sog. "Smart Car" betreffen eine verbesserte Verknüpfung digitaler Dienste wie ABS oder ESP sowie die Ergänzung durch weitere Systeme wie dem Einparkassistenten

Smart Grid: Akku sorgt für Netzentlastung

Ein weiterer Bereich des IKT-Wettbewerbs betrifft das "Smart-Grid"-Konzept, in dem das Auto als externer Stromspeicher dient, zum Beispiel im Falle von Stromspitzen in den Netzen. In diesen Zeiten lädt die Software den Akku des Elektroautos automatisch mit dem überschüssigen Strom auf. Falls der Besitzer das Fahrzeug nicht kurz darauf benötigt, speist das Elektroauto den Strom bei Bedarf auch wieder in das Netz zurück.

Smart Traffic: Verkehr flüssiger und geringerer Verbrauch

Beim sog "Smart Traffic" soll sich durch die bessere Kommunikation der Verkehrsteilnehmer untereinander der Verkehrsfluss zum Beispiel durch Car-Sharing oder mithilfe des öffentlichen Nahverkehrs steuern lassen. Intelligente Navigation und Verkehrstelematik, die Mobilfunknetze und Smartphones nutzen, optimieren die Reichweite der Elektrofahrzeuge.

Skizzen bis zum 31.03. an das DLR

In den nächsten Wochen werde sich zeigen, wie intelligent deutsche Ingenieure diese Konzepte mit ihren Ideen umsetzen. Der Bundeswirtschaftsminister sei gespannt auf die Ideen der Tüftler: "Mit dem Wettbewerb geben wir einen weiteren Impuls, damit Deutschland auch bei der Elektromobilität ein führender Standort bleibt." Ob Unternehmen oder wissenschaftliche Einrichtungen. Bis zum 31. Mai 2011 haben kluge Köpfe Zeit, um ihre Skizzen an den Projektträger, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), zu schicken. Eine unabhängige Jury bewertet dann die Vorschläge. Die Förderung könnte im Januar 2012 starten.

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